Schlussbericht
Der Aargau ist für Notfälle vorbereitet

Die Ziele der Notfallübung Ferrovia, die Ende Oktober in Wohlen durchgeführt wurde, wurden erreicht. Ganz ohne Pannen ging sie nicht über die Bühne. Nun sollen Mängel behoben werden. Der Schlussbericht gibt fünf Empfehlungen ab.

Hanny Dorer
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Katastrophenübung in Wohlen
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Katastrophenübung Wohlen
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Katastrophenübung in Wohlen

Emanuel Freudiger

An den 21. Oktober wird man sich in Wohlen noch lange erinnern: Mitten im Abendverkehr fand bei einem Bahnübergang einen schwerer «Unfall» statt, der sich zum Glück bald einmal als Einsatzübung entpuppte. Die Feststellungen der diversen Schiedsrichter wurden nun in einem Schlussbericht zusammengefasst.

«Die Übung hat ihre Hauptzielsetzungen erreicht», lautet das Fazit des Schlussberichts.

Fünf Empfehlungen

Damit künftige Einsätze optimiert werden können, hält der Schlussbericht fünf Empfehlungen fest.

Empfehlung 1: Im Rahmen von Workshops sind die Partnerkenntnisse zu vertiefen. Begründung: Die Bewältigung einer besonderen oder ausserordentlichen Lage erfolgt im Verbund. Je besser sich die Partner kennen, umso erfolgreicher ist die Ereignisbewältigung.

Empfehlung 2: Die Chefs der einzelnen Einsatzkräfte schulen sich gegenseitig, indem sie klar zum Ausdruck bringen, was bei ihnen intern automatisiert ist und wo sie die Mithilfe des Partners brauchen. Die Chefs müssen also nicht nur die Kernkompetenz des Partners kennen, sondern auch dessen Leistungsprofil und auch dessen Organisation.

Empfehlung 3: Die verschiedenen Funktionsträger auf einem Schadenplatz müssen gekennzeichnet sein. Eventuell sollten die Angehörigen der Rettungsdienste persönliche Helme erhalten. Die Qualität der Kommunikationsmittel (insbesondere Funkmittel) der Rettungskräfte sind zu überprüfen, ebenso die Ausbildung im Funkverkehr.

Empfehlung 4: Das Verhalten und die Aufgabentrennung zwischen den verschiedenen Kommunikationszellen der Rettungskräfte sind zu schulen. Begründung: Oft ist nicht das Ereignis oder dessen Bewältigung, sondern eine ungenügende Kommunikation der Grund für öffentliche Kritik.

Empfehlung 5: Einsatzübungen fördern auch das Sicherheitsbewusstsein der Bevölkerung. Es ist deshalb in etwa sechs bis acht Jahren im Kanton Aargau erneut eine solche gross angelegte Einsatzübung durchzuführen.