Belästigung

«Dein Mami ist im Spital»: Unbekannter versuchte, Mädchen ins Auto zu locken

Ein Unbekannter versuchte, Mädchen in sein Auto zu locken. (Symbolbild)

Ein Unbekannter versuchte, Mädchen in sein Auto zu locken. (Symbolbild)

Ein Unbekannter hat in Strengelbach mehrfach versucht, auf hinterhältige Art und Weise kleine Mädchen in sein Auto zu locken. Die Schule hat mit einem Elternbrief reagiert. Die Polizei fährt öfter Patrouillen.

«Am Montag wurden drei Mädchen auf gleiche Weise von einem Autofahrer angesprochen. Zum Glück ist ihnen nichts passiert.» Das Jean-Pierre Thaler (46), Leiter der Primarschule Strengelbach, zum «Blick». 

Der Unbekannte habe laut einem Elternbrief eine Drittklässlerin auf dem Heimweg belästigt. «Dein Mami ist im Spital», habe er dem zehnjährigen Mädchen erzählt. «Du kannst jetzt nicht nach Hause. Komm, ich fahr dich hin.» 

Laut Thaler hat das Mädchen aber gut reagiert. Es stieg nämlich nicht ein. Der Mann fuhr davon. Der Unbekannte soll dunkle Haare und einen Dreitagebart tragen und in einem grau-schwarzen Auto mit getönten Scheiben unterwegs gewesen sein. 

Offenbar ist es nicht bei diesem einen Vorfall geblieben. Der Mann habe weitere Mädchen auf ähnliche Weise angesprochen. 

Schulleiter Thaler hat am Dienstag davon gehört. Er informiert Polizei und Lehrkräfte. Diese redeten mit ihren Schülerinnen und Schülern und gaben ihnen den Elternbrief mit. 

«Wir nehmen solche Meldungen ernst», sagt Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau, zum «Blick». Aber: «Für die Polizei ist es schwierig, solche Aussagen von Kindern zu überprüfen.» Die Polizei fährt nun öfter Patrouille. 

Bei solchen Vorkommnissen sei wichtig, dass Eltern besonnen bleiben und nicht übertriebene Warnmeldungen verbreiten, so Graser. «Dies steigert die Verunsicherung bloss, und plötzlich wollen Kinder an jeder Ecke einen Verdächtigen gesehen haben.» (pz)

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