Atomdebatte

Das Atomkraftwerk Gösgen wird am Samstag abgestellt

Das Atomkraftwerk Gösgen geht in Revision.

Das Atomkraftwerk Gösgen geht in Revision.

Nach 350 Tagen in Betrieb wird das AKW Gösgen am Samstag für die Jahresrevision abgeschaltet. Während vier Wochen werden Brennelemente ausgewechselt und Unterhaltsarbeiten ausgeführt.

Dafür kommen 700 zusätzliche Fachkräfte aus dem In- und Ausland ins AKW Gösgen. Im vergangenen Betriebszyklus wurden 8200 Millionen Kilowattstunden Strom produziert, wie die Kernkraftwerk Gösgen- Däniken AG am Mittwoch mitteilte. Dies entspreche 13 Prozent des schweizerischen Strombedarfs.

Nach Angaben der Betreiber gab es keine sicherheitstechnischen Probleme. Bei der Jahresrevision sollen 40 der insgesamt 177 Brennelemente ausgetauscht werden. Die neuen Elemente stammen aus wiederaufbereitetem Uran. Im nächsten Zyklus kommen zum letzten Mal 16 plutoniumhaltige Mischoxid-Brennelemente zum Einsatz. Sie haben bereits drei Standzeiten hinter sich. Weiter stehen die bau-, maschinen-, elektro- und leittechnischen Systeme auf dem Prüfstand.

Schwerpunkt der Revision sind der Austausch der Dichtungsgehäuse aller drei Hauptkühlmittelpumpen und der Heizelemente am Druckhalter. Zudem werden Reparaturarbeiten an einem Druckspeicher vorgenommen und ein Turbinenregler ersetzt.

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