Das Alterszentrum ist auf der Zielgeraden

Die Erweiterung und Sanierung der Bremgarter Bärenmatt für 25,7 Mio. Franken ist derzeit vor den Gemeinden.

Nathalie Wolgensinger
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Peter Spring, Verbandspräsident Regionale Alterszentren, zeigt die sanierungsbedürftige Bärenmatt in Bremgarten.

Peter Spring, Verbandspräsident Regionale Alterszentren, zeigt die sanierungsbedürftige Bärenmatt in Bremgarten.

Bild: Nathalie Wolgensinger

Fünf Jahre dauerten die Verhandlungen, bis der Verband Regionale Alterszentren Bremgarten, Mutschellen, Kelleramt Nägel mit Köpfen machen konnte. Und nun, da sich das Projekt auf der Zielgeraden befindet, wurde es von Corona wieder ausgebremst.

Aber der Reihe nach: Am Anfang steht das Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten, eine Institution mit 71 Pflegeplätzen, das 1984 erstellt wurde und mittlerweile dringend sanierungsbedürftig ist. Diese Tatsache zieht niemand in Zweifel. Also machte sich der Vorstand des Verbandes, dem zehn Gemeinden angehören und der auch für das Alterszentrum Burkertsmatt in Widen zuständig ist, an die Projektierung. Vor zwei Jahren lud man zu einer ersten Infoveranstaltung ein. Zur Diskussion standen drei Varianten: der Neubau der Bärenmatt, der Umbau der Liegenschaft zu Alterswohnungen oder eine umfassende Sanierung. Die Kosten für diese drei Varianten lagen zwischen 35 und 37 Mio. Franken. Die rund 100 Interessierten, die zur Infoveranstaltung kamen, waren von den Vorschlägen nicht eben begeistert.

27 Alterswohnungen und 39 Pflegeplätze sind geplant

Dennoch schlug der Vorstand Ende 2018 den 22 Gemeindevertretern vor, einen Ergänzungsbau in Widen zu realisieren und das Zentrum in Bremgarten zu sanieren und umzubauen. Dieses Vorhaben fiel jedoch durch. Mit einem Rückweisungsantrag verlangten die Delegierten, dass die Planung erst weitergeführt wird, wenn alle zehn Gemeinden derselben Meinung sind.

Vor genau einem Jahr fand man endlich einen Konsens. Die Abgeordneten stimmten dem Projekt Umbau und Erweiterung des Hauses in Bremgarten einstimmig zu. Nebst 27 Alterswohnungen und zehn Pflegeplätzen, die im Hauptgebäude untergebracht werden, sind im Neubau 29 Pflegeplätze geplant. Im Neubau sind zudem zwei Untergeschosse vorgesehen für dringend benötigte Lagerräume und Parkplätze.

Verband ist zuversichtlich, dass Gemeinden mitziehen

Der Neubau ist auf dem noch freistehenden Platz im südwestlichen Teil der Parzelle geplant. Kostenpunkt: 25,7 Mio. Franken. «Wir sind zuversichtlich, dass unser Vorhaben von den Verbandsgemeinden gutgeheissen wird», sagt Verbandspräsident Peter Spring. Zwar werden sie nicht zur Kasse gebeten, sie müssen aber das Vorhaben gutheissen. Finanziert wird das Projekt mit rund 15 Mio. Franken aus Eigenmitteln, der Rest via Darlehen.

Eigentlich hätte man die Sommergemeindeversammlungen dazu nutzen wollen, über das Geschäft in den zehn Verbandsgemeinden abzustimmen. Corona hat dies verunmöglicht. Einzig Berikon stimmte dem Vorhaben bereits zu. Die anderen Gemeinden werden dies im Laufe der nächsten Wochen entweder an der Gemeindeversammlung oder der Urne nachholen. Die dringend notwendige Sanierung verzögert sich so um ein halbes Jahr.

Peter Spring legt seine Stirn in Falten, als er sagt: «Wir mussten mittlerweile eine Treppe ausserhalb des Gebäudes anbringen, um den feuerpolizeilichen Auflagen zu genügen. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie eine Evakuierung im Notfall gelingen sollte.»

Spätestens im Sommer 2022 sollen die Bauarbeiten am Neubau starten. Sobald dieser realisiert ist, werden die Bewohnerinnen und Bewohner zügeln und der bestehende Bau wird saniert. Die Arbeiten sollten – vorausgesetzt, es gehen keine Einsprachen ein – im Jahr 2024 abgeschlossen sein.