Wahlbeschwerde

CVP-Parteileitung verzichtet auf eine Wahlbeschwerde

Ein bedrückter Franz Hollinger nach Bekanntwerden von zwei Sitzverlusten.  Chris Iseli

Ein bedrückter Franz Hollinger nach Bekanntwerden von zwei Sitzverlusten. Chris Iseli

Die CVP-Parteileitung hat am späten Mittwochabend beschlossen, gegen das Ergebnis der Nationalratswahlen vom 23. Oktober doch keine Beschwerde einzureichen.

Dies, weil die Stimmendifferenz, die am Wahlsonntag einen CVP-Sitz zur FDP hinüber wandern liess, grösser ist als ursprünglich errechnet. Sie beträgt nicht 118 sondern aufgrund einer nochmaligen Zählung 362 Stimmen. Diese Erkenntnis sowie der Umstand, dass die CVP-Spitze keinerlei Kenntnis von irgendwelchen Unregelmässigkeiten beim Auszählen der Stimmen hat, bewogen die Parteileitung, auf eine Beschwerde zu verzichten. Den Vorwurf von FDP-Präsident Thierry Burkart, sich mit so einer Beschwerde als schlechte Verlierer zu zeigen, weist Hollinger zurück.

Weil die erste Berechnung am Sonntag nur 118 Stimmen Differenz auswies, sei es richtig gewesen, eine Beschwerde in Betracht zu ziehen, zumal das Gesetz diese Möglichkeit vorsieht und bei Nachzählungen immer wieder Resultate korrigiert werden, so Hollinger. Mit dem Beschwerdeverzicht behält die FDP in der neuen Legislatur definitiv zwei Nationalratssitze, die CVP hat noch einen Sitz. (MKU)

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