Zu höchsten Ehren kam Ständerätin Christine Egerszegi an der 126. Delegiertenversammlung des Aargauischen Musikverbandes (AMV) am Samstag. «Dass die Politikerin auch noch unsere Fahnengotte ist, macht uns besonders stolz. Aber sie ist auch ein Aushängeschild unseres Verbandes», betonte AMV-Präsident Franz Steger aus Künten vor über 400 Gästen in Möhlin.

Unbestritten stand das Verbandsjahr im Zeichen der Volksabstimmung «Initiative Jugend und Musik», die im Aargau mit einer markanten Dreiviertelmehrheit angenommen worden war. Egerszegi habe sich mit viel Herzblut für diesen Erfolg starkgemacht. «Für die grossartige Leistung gegenüber dem Blasmusikwesen im Allgemeinen» ernannten die 284 Delegierten Christine Egerszegi zum Ehrenmitglied und zur Ministerin «Musik Schweiz».

In absentia. Denn wie gewandt sich die Ständerätin auch auf dem politischen Parkett bewegen mag, den weiten Weg nach Möhlin schaffte sie infolge der prekären Witterungsverhältnisse nicht und blieb in Eis und Schnee stecken – wie weitere 80 Gäste auch.

Attraktiver werden

Der 162 Vereine, 23 Jugendspiele und 5418 Mitglieder starke Verband erhofft sich nun einiges auf politischer Ebene, das sich insbesondere in vermehrtem jungen Zuwachs ausdrücken soll. «Die Musik lebt im Aargau», freute sich Regierungsrat Alex Hürzeler. Und die Musik werde in der Bildung entsprechend Gewicht erhalten, versprach er.

Unbestritten war, dass der Verband und die Musikvereine in der Öffentlichkeit und bei den Jugendlichen attraktiver werden sollen. «Auch die Militärmusik ist mit sinkenden Anmeldungen konfrontiert», betonte Oberleutnant Pascal Gruber. Der Spielführer einer Kompanie verriet, dass deshalb vermehrt der Kontakt zu Jugendmusiken und Musikvereinen gepflegt werden soll. Der AMV-Vorstand wartete mit Ergebnissen aus einer Klausurtagung auf, welche den Kontakt zur Basis verbessern sollen, vertiefte und praxisorientierte Betreuung durch «Vereins-Coaching» umfassen und eine intensivere Zusammenarbeit mit Musikschulen, Jugendspielen und Vereinen bringen sollen. Die Verbandsschrift wird mit vermehrten Ausgaben aktueller und basisnäher gestaltet. Mit Präsidententreffen auf regionaler Ebene wird der vermehrte Gedankenaustausch gefördert. Die Homepage wird modernisiert, der Verband ist seit wenigen Tagen auch auf Facebook präsent. Ein auf hochstehendem Niveau spielendes Blasorchester Aargau als Vorzeigeformation ergänzt die zahlreichen Visionen.

Vorstand komplettiert

Ein Höhepunkt im Jahresprogramm 2013 ist der Musiktag in Aarburg. Für die demissionierenden Franz Dörig (Administration, Strengelbach), Sandra Huber (Finanzen, Schafisheim) und Walter Marbot (Vizepräsident, Laufenburg) wurden Michèle Peter (Frick), André Keller (Hausen) und Christina Brunner (Villnachern) in den Vorstand gewählt.