Der 25-Jährige bestätigt seinen Rücktritt gegenüber der «SonntagsZeitung». «Ich bin als Juso-Präsident ins Vizepräsidium gewählt worden und will jetzt einem neuen Vertreter der Jungen Platz machen», begründet Wermuth seinen Abgang.

Er selber wolle in Zukunft mehr Verantwortung in anderen Gremien der SP übernehmen. Über den frei werdenden Sitz entbrennt jetzt ein parteiinterner Streit. An einem ausserordentlichen Parteitag Ende November soll ein Nachfolger für Wermuth gewählt werden.

Wyss legt sich quer

Als Kandidat macht sich bereits der neue Juso-Präsident David Roth startklar. Mit ihm wollen die Juso wieder einen Vertreter ins Vizepräsidium bringen. Prominente Parteimitglieder sprechen sich jetzt aber dagegen aus.

Fraktionschefin Ursula Wyss hat Bedenken: «Wenn die Juso im Vizepräsidium sitzt, führt das unumgänglich zu Rollenkonflikten, die der Partei schaden können.»

Auch der Schwyzer SP-Nationalrat Andy Tschümperlin spricht sich klar gegen einen Juso-Sitz aus. «Ich werde die Kandidatur von Roth nicht unterstützen.» Dezidiert gegenteiliger Meinung ist Jacqueline Fehr, die will, dass die Jungen in die Partei eingebunden werden. Für David Roth selbst ist die Anti-Juso-Haltung ein «Affront gegenüber den Jungen».