Schloss Wildegg
Bund verkauft Aargauer Schloss Wildegg für einen «Einfränkler»

Der Bund und der Kanton Aargau haben am Montag auf Schloss Wildegg den Kaufvertrag für die Schlossdomäne unterzeichnet. Damit ist der seit längerem geplante Verkauf vollzogen. Der Aargau zahlte den symbolischen Betrag von einem Franken.

Drucken
Teilen

Die 27 Grundstücke mit 37 Gebäuden, einem Bauerngut und umfangreichen Waldparzellen sowie Fischereirechten gehen damit an die vom Aargau eingerichtete Stiftung Schlossdomäne Wildegg über, wie der Kanton Aargau mitteilte. Die Ländereien sind über 100 Hektaren gross.
Der dreissig Seiten lange Kaufvertrag wurde unter anderen von Jean-Frédéric Jauslin, dem Direktor des Bundesamtes für Kultur unterzeichnet. Für den Aargau unterschrieb Regierungsrat Alex Hürzeler, Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport.

Der Bund gibt das Schloss ab, weil er seine Museumspolitik neu ausrichten will. Er hatte das Schloss von der 1912 verstorbenen Besitzerin Adelheid-Pauline Juliette von Effinger geerbt. Der vom Aargau dem Bund überreichte silberne «Einfränkler» stammt ebenfalls aus dem Jahr 1912.
Instandsetzungsarbeiten für 4,5 Millionen Franken
Der Aargauer Grosse Rat hatte einen Betriebsbeitrag von einer halben Million Franken pro Jahr gesprochen. Der Aargau gründete zudem die Stiftung Schlossdomäne Wildegg, welche mit einem Kapital von 10 Millionen Franken ausgestattet wurde.

Der Bund nimmt derzeit Instandsetzungsarbeiten von 4,5 Millionen Franken vor. Er steuert zudem in den nächsten zehn Jahren 150'000 Franken dem Museumsbetrieb bei. Das Museum Aargau, zu dem auch Schloss Lenzburg und Schloss Hallwyl gehören, übernimmt das gesamte bisher vom Bund angestellte Personal.

Aktuelle Nachrichten