az-Leserwandern
Zwischen Linn und Staffelegg zwei Jurafalten überquert, einfach so

Am Freitag ging es für az Wanderer von Linn nach Staffelegg. Nachdem es gestern in Strömen regnete, lockte heute ideales Wanderwetter. Die Wanderhöhepunkte lagen auf 722 Meter u. M. und in Asp-Densbüren.

Hubert Keller
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Abmarsch in Linn Bilder: Rüdi Steiner
28 Bilder
Die az-Wanderer laufen in Richtung Linnerberg
Blick zurück auf die Linner Linde
Blick ins Sägimüitäli
Aufstieg auf den Linnerberg
Im Aufstieg auf den Linnerberg
Die az-Wanderer auf dem höchsten Punkt des Linnerbergs auf 722 Metern über Meer
Wander-Historiker Toni Moser über die nackten Wälder am Linnerberg
Wanderführer Jürg Meier im Element
Zwischen Linn und Asp
Nationalratskandidaten: Patricia Schreiber, Grüne, und Ralf Bucher, CVP
Schreiber stärkt Bucher mit Zwetschgen
Die jünste az-Wanderin war das achte Mal dabei
Wanderer folgen den Ausführugnen von Jürg Meier zum Schenkenberbertal
Wanderer folgen den Ausführugnen von Jürg Meier zum Schenkenberbertal
Blick ins Schenkbergertal
Kurz vor dem Ziel auf der Staffelegg
Auf der Staffelegg
Von der Staffelegg nach Asp
az-Wanderung von Linn nach Staffelegg
Runter von der Staffelegg zu Bauer Frey
Bauer Paul Frey schenkt Most aus
az-Wanderer beim Imbiss bei Bauer Frey in Asp
Adrian Frey beim Bräteln
Bauer Paul Frey schenkt Most aus
Blick ins Schenkenbergertal
Bauernfamilie Frey aus Asp bewirtete die az-Wanderer
Der Bauernhof der Freys in Asp

Abmarsch in Linn Bilder: Rüdi Steiner

Aargauer Zeitung

Man war auf alles vorbereitet, der Geschäftsführer des Bauernverbandes, Ralf Bucher, hatte sich gar mit einem Schirm ausgerüstet. Regen war angekündigt, doch die über 120 erlebten wohl temperiertes ideales Wanderwetter. Und als man nach der gemütlichen Wanderung (vier Stunden mit Pausen) die Staffelegg erreichte, machte die Sonne auf Sommer.

Auch die Fricktaler Grossrätin Patricia Schreiber-Rebmann hatte sich unter die Schar gemischt, doch beide, Bucher wie Schreiber, die beide für den Nationalrat kandidieren, liessen sich nicht anmerken, dass sie, allenfalls auch unter Wanderern, noch Wählerinnen und Wähler suchen.

Brachliegendes Schulwissen auffrischen

Toni Moser vom Verein Aargauer Wanderwege und Jürg Meier, Landschaftsführer Jurapark, wiesen nicht nur den Weg, sondern frischten auch brachliegendes Schulwissen auf. Bereits beim Start bei der Linner Linde, denn hier stand man, alles gemäss Moser, präzis auf der Grenze zwischen Falten und Tafeljura.

Der Linnerberg war mit seinen 722,2 Metern über Meer der Kulminationspunkt dieser Wanderung. 350 Meter über dem Aaretal, die erste Jurafalte versteckte sich im Nebel, hatte man den Bözbergtunnel überquert und wenig später auch den Eisenbahntunnel. Er hat es in sich, der Aargauer Jura, nicht nur in geologischer Hinsicht.

Schönheit des Wanderns

Und weiter ging es durch Wälder und Wiesen - und passierte man dem Schenkenbergertal leichtfüssig zwei Jurafalten. Leichtfüssig? Nicht alle. Karin Nanta von Aargau Tourismus spürte noch den Mittwoch in den Waden. Trotz Muskelkater habe sie aber die Schönheit des Wanderns für sich entdeckt.

Nicht für Geologie, Natur und Landschaft mochte sich Benedikt Iseli aus Brugg interessieren. Um die Wanderung etwas abwechslungsreicher zu gestalten, spielte der 12-Jährige auf dem iPod eine Schachpartie gegen Vater Daniel (während dem Wandern). Benedikt musste sie verloren geben, die Zeit war ihm (ob des Wanderns) davon gelaufen.

Rioja zum Wandern dabei

Bereits zum fünften Mal dabei waren Rudolf Hunziker und Angel Blazquez. Die beiden älteren Semester aus Aarau freuten sich diebisch, wenn neidische Mitwanderer sie auf die Pet-Flasche ansprachen, die aus dem Rucksack des Spaniers lugte. «Ganz gewöhnlicher Rioja», gab Blazquez, der seit 40 Jahren in der Schweiz lebt, unumwunden zu, «aber immer noch besser als Wasser.»

Angesichts des Hofs von Paul Frey in Asp beschleunigte sich der gemütliche Trott. Es lohnte sich. Marie-Helen Frey hatte eine wunderbar würzige Gemüsesuppe mit Zucchetti, Rüebli, Kartoffeln und Speck gekocht. Auf dem Grill wurden die mitgebrachten Würste gebraten. Gemeinderat Röbi Wernli, der Densbüren-Asp, seine Jurapark-Gemeinde vorstellte, bekam zu Recht Applaus, als er den Vorzeigehof lobte.

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