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Zwischen Bronzeskulpturen und Lichtobjekten: Fulminantes Ende des Schrottplatz-Events

In Brugg geniessen die Besucher noch einmal Kunst, Kulinarik, Darbietungen, Musik und eine tolle Stimmung. Der Schrottplatz-Event geht in die sechste und somit letzte Runde.

Mit tiefen, erdigen Tönen hat das Alphornbläser-Duo HornArt-X am Freitagabend die Vernissage des Schrottplatz-Events in Brugg eröffnet. Es war die sechste und letzte Veranstaltung, die auf dem Gelände der Firma Bingisser Altmetalle stattfand und alle zwei Jahre durchgeführt wurde.

Viele Besucherinnen und Besucher wollten die spezielle Atmosphäre dieses Kultur- Events noch einmal geniessen. «Ich bin überwältigt, in welch tollen Ort ihr diesen Platz wieder verwandelt habt», wendete sich Stadtammann Barbara Horlacher bei ihrer Laudatio an das verantwortliche OK-Team rund um die Hausherren Monika und Dominik Bingisser sowie den Galeristen Claudio Cassano. Man könne nur erahnen, wie viel Arbeit und Zeit für dieses «geordnete Chaos» aufgewendet wurde. Sie fühle sich nicht nur geehrt, die Laudatio zu halten, sondern freue sich riesig, dass man wieder einen kulturellen Anlass besuchen, unter die Leute gehen und miteinander feiern und geniessen könne.

Vier Künstler präsentieren auf dem Platz ihr Schaffen

Und es gab wieder einiges zu geniessen. Vier Künstler präsentierten auf dem Platz ihr Schaffen. Claude Georgi aus Nizza zeigte seine Bronzeskulpturen, Claudio Cassano präsentierte neue Lichtobjekte, Daniel Schwarz aus Effingen Eisenskulpturen und Dominik Bingisser Alteisen-Objekte.

Gegen Abend trat Messerwerfer Till mit seinem Programm «Till trifft» auf. Der Künstler Georg Traber aus La Vraconnaz (VD) begeisterte das Publikum mit einer unterhaltsamen Theaterdarbietung, in der die selbst gebaute Messerwerfmaschine aus Schrott zum Einsatz kam. Seit rund 30 Jahren lebt Georg Traber von seiner Kunst. «Wenn eine Idee greift, setze ich sie um, wenn nicht, lasse ich sie davonfliegen», erzählte er vor der Aufführung auf die Frage, wie er zu diesen Einfällen käme. «Je nachdem, wie die Idee ist, gibt sie viel Arbeit» ergänzte er schmunzelnd.

Mit mitreissender Musik geht die Ära zu Ende

Nicht mit Pauken und Trompeten, aber mit einem Konzert der Coverband 101 Degrees, die mit Welthits aus dem Genre Rock, Pop, Disco und Grunge die Stimmung anheizte, ging die Ära dieser einzigartigen Festivals zu Ende. 2009 nahm das Projekt Schrottplatz-Event Gestalt an, als Dominik Bingisser durch Zufall im Zuge einer Sanierung zu Überseecontainern kam. Bei Cassano und Bingissers funkte es und sie fanden, da müsse man etwas machen. Es war die Geburtsstunde des Festivals, das zu einem beliebten Kulturanlass geworden ist.

Nun sei es auch gut. «Wir sind alle älter geworden, und der Aufwand, der hinter so einem Anlass steckt, ist riesig», begründete Cassano die Entscheidung des Teams. «Es war uns wichtig, dass wir einen schönen Abschluss finden.» Der Mehraufwand, bedingt durch die Coronasituation, liess das Team nicht davon abhalten, noch einmal alles zu geben und den Besucherinnen und Besuchern ein tolles Fest zu bieten. «Aber für kleinere Projekte hat jeder von uns schon wieder neue Ideen», liess Cassano schmunzelnd durchblicken.

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