Zweiter Anlauf für Eigentumswohnungen

Brugg hat das erste Gesuch der Baugesellschaft Müligässli für 27 Wohnungen abgelehnt.

Claudia Meier
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Die Bäume und das Haus mussten weichen. Seither stehen Bauprofile auf dem Areal an der Baslerstrasse.
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Die Bäume und das Haus mussten weichen. Seither stehen Bauprofile auf dem Areal an der Baslerstrasse.

Die Bäume und das Haus mussten weichen. Seither stehen Bauprofile auf dem Areal an der Baslerstrasse.

Bild: cm (4. Oktober 2018) Bild: cm

Die imposanten Bäume direkt an der Baslerstrasse in Brugg sind seit dem Herbst 2018 gefällt, die maroden Liegenschaften am Bruggerberg längst abgerissen. Ursprünglich hatte die Bauherrschaft die Bewilligung für das Erstellen von 27 Eigentumswohnungen auf Anfang Sommer 2019 erwartet. Doch daraus wurde nichts.

Noch bis zum 30. November liegt auf der Abteilung Planung und Bau ein Gesuch öffentlich auf unter dem Titel «Neue Projektierung: Neue Wohnüberbauung Baslerstrasse 32, 34 und 36». Geplant sind schräg gegenüber der kantonalen Berufsfachschule Gesundheit und Soziales drei Mehrfamilienhäuser mit total 27 Eigentumswohnungen. Die Baukosten belaufen sich laut den Unterlagen auf 16,3 Millionen Franken. Entstehen sollen zwölf 3,5-, zwölf 4,5- und drei 5,5-Zimmer-Wohnungen. Dem Bauprojekt liegt ein Gestaltungsplan zugrunde. Schon lange ist klar, dass der öffentlich zugängliche Müligässli-Weg ein paar Meter nach Westen verschoben werden muss, weil der momentane Verlauf dieses Wanderwegs mitten durch eine der geplanten Liegenschaften führen würde. Zudem gibt es am Fuss des Müligässlis neu einen Fussgängerstreifen über die Baslerstrasse mit Mittelinsel.

Ein zweites Sitzbänkli entlang des Wanderwegs

Weil das erste Projekt nicht bewilligungsfähig war, musste es überarbeitet werden. Auf die Anpassungen angesprochen sagt André Keller von der Baugesellschaft Müligässli in Kleindöttingen, die das Areal im Jahr 2018 von der Brugg Immobilien AG gekauft hat: «Wir mussten die Grundrisse der Wohnungen geringfügig ändern.» An den Wohnungsgrössen und am Wohnungsmix habe sich aber nichts geändert. Zudem sei die Fassadenstruktur zuerst eher horizontal ausgerichtet gewesen und jetzt vertikal. «Die Materialisierung ist nach wie vor hochwertig», fährt André Keller fort. Entlang des neu angelegten Müligässlis werde es Richtung Bruggerberg eine zweite Aussparung mit einem Sitzbänkli geben. Als Gestaltungselement und Gartenabschluss sind neu Rosenstöcke geplant. Zudem werden Eichen gepflanzt.

Das Interesse an den Wohnungen hält an

Zwischen der Hauptstrasse und den Neubauten ist an der Ecke zum Müligässli ein Spielplatz vorgesehen mit einem Unterstand, der von allen Bewohnern genutzt werden kann. Bei den Gartenwohnungen wurde laut Keller im Aussenbereich kritisiert, dass die Wändchen zwischen den Wohnungen zuwenig durchlässig seien.

Die Wohnungen verfügen über mehrere Nebenräume und seien unter anderem für Leute geeignet, die nicht in einem Einfamilienhaus leben möchten und die Vorteile von Tiefgarage und Lift schätzen. Die Nachfrage für die Wohnungen sei hoch. Die Leute, die vor eineinhalb Jahren Interessen zeigten, sind laut André Keller nach wie vor im Boot. Er hofft, dass es speditiv weitergeht und die Stadt bis Ende Jahr Bescheid gibt.