Hausen

Zweiter Anlauf für die Aufwertung der Dorfmitte

Die Dorfmitte von Hausen, wie sie nach der Aufwertung aussehen wird. Foto: zvg

Die Dorfmitte von Hausen, wie sie nach der Aufwertung aussehen wird. Foto: zvg

Das Projekt und der Kredit für die Aufwertung der Dorfmitte von Hausen kommen erneut vor die Gemeindeversammlung. Beim neuen Anlauf fürs Aufwertungsprojekt stützt sich der Gemeinderat auf ein Initiativbegehren, das Korrekturen fordert.

Vor knapp einem Jahr, am 10. Juni 2010, hatte in Hausen die Gemeindeversammlung das Projekt für die Aufwertung der Dorfmitte zurückgewiesen und dabei eine Wartefrist von fünf Jahren verlangt. Jetzt - am 21. Juni - wird sich die Gemeindeversammlung aber bereits wieder mit der Aufwertung der Dorfmitte zu befassen haben.

Beim neuen Anlauf für das Aufwertungsprojekt stützt sich der Gemeinderat auf das Initiativbegehren «Ja zu Hausen - Ja zur Dorfmitte». Diese Initiative, die von 264 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern unterzeichnet und am 28. Februar dieses Jahres eingereicht worden ist, fordert den Gemeinderat auf, am Projekt Korrekturen vorzunehmen und das überarbeitete Projekt innert 12 Monaten ab Einreichung der Initiative erneut der Gemeindeversammlung vorzulegen.

«Es gibt keine Wartefristen»

Zu der in der Gemeindeversammlung geforderten Wartefrist stellt der Gemeinderat fest: «Eine Abklärung beim Rechtsdienst des Departements Volkswirtschaft und Inneres des Kantons hat ergeben, dass, sofern ein Projekt nicht bereits realisiert ist, grundsätzlich keine Einschränkungen hinsichtlich einer Wiedererwägung bestehen. Es gibt somit auch keine Wartefristen. Zudem kann sich die Gemeindeversammlung keine so genannte Selbstbindung auferlegen. Das heisst, eine Formulierung, wie ‹die nächsten fünf Jahre keine baulichen Veränderungen›, hat in rechtlicher Hinsicht keine bindende Wirkung.» Der Gemeinderat betont aber auch, dass er «nach wie vor überzeugt» sei, dass das Projekt Aufwertung Dorfmitte für die Gemeinde «eine Verbesserung der heutigen und vor allem der zukünftigen Verkehrssituation darstellt».

Mit der Neugestaltung der Dorfmitte, so der Gemeinderat, «wird die Anpassung der Situation des Strassenraums an die heutige Nutzung ohne Durchgangsverkehr angestrebt». Dabei soll die heute auf den Durchgangsverkehr ausgerichtete Hauptstrasse entsprechend ihrem Zweck als kommunale Zentrumserschliessung gestaltet werden. Sie soll dabei für den Schleichverkehr unattraktiv sein, damit der Durchgangsverkehr auf der Umfahrungsstrasse bleibt. Zudem sollen die Vorbereiche der Liegenschaften aufgewertet und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden soll verbessert werden.

Die Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Projekt betreffen vor allem die Bushaltestelle Post. Hier sollen die beidseitigen Haltestellen auf der Fahrbahn parallel zueinander angeordnet und die bestehenden Busbuchten zurückgebaut werden. Dabei muss das Wartehäuschen auf der Westseite der Strasse ersetzt werden. Bei der Haltestelle in Fahrtrichtung Brugg werden Veloabstellplätze erstellt, und es wird auch wieder ein Billettautomat installiert.

Markante Eingangspforten

Die beiden Eingänge zum neu gestalteten Abschnitt der Hauptstrasse - in dem Tempo 30 gilt - werden durch markante Pforten gebildet. Bei diesen Pforten wird die Fahrbahn durch ein Signalrack auf eine Breite von 4,5 Meter verengt. Damit bleibt gewährleistet, dass sich die Personenwagen kreuzen können. Für den Veloverkehr wird zwischen dem Signalrack und dem Randstein eine Durchfahrt frei gehalten. Die Einmündungen der Lindhofstrasse und der Mitteldorfstrasse werden als Trottoirüberfahrt ausgestaltet. Bestehende Leitlinien sowie Rad- und Fussgängerstreifen werden entfernt. Allerdings wird auf der Höhe der Lindhofstrasse ein Fussgängerstreifen aufgetragen.

«Bei der Überarbeitung des ursprünglichen Projekts sind auch Einsparungsmöglichkeiten untersucht worden», erklärt der Gemeinderat. Durch eine Verkürzung der Ausbaustrecke im Süden; die vereinfachte Gestaltung des Buswartehäuschens und den Verzicht auf die Schulwegsicherung im Bereich von Turnhalle und Kindergarten konnten gegenüber dem ursprünglichen Kostenvoranschlag Einsparungen im Betrag von 80 000 Franken erzielt werden. Damit wird der Gemeindeversammlung für das Projekt Aufwertung Dorfmitte ein Verpflichtungskredit von 1,46 Millionen Franken beantragt.

Gemeindeversammlung Hausen. Dienstag, 21. Juni, 20 Uhr, im Festzelt bei der Mehrzweckhalle.

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