Per Ende 2016 treten die Gemeinden Bözen und Elfingen aus dem Planungsverband Brugg Regio aus. Bereits Ende 2015 hatte sich die Gemeinde Effingen von den Bruggern verabschiedet. Die drei Kommunen aus dem oberen Fricktal wollen sich nur noch im Planungsverband Fricktal Regio engagieren. Zuvor waren sie sowohl im Fricktal und in Brugg Mitglied.

Neu wird der Planungsverband Brugg Regio 23 Mitglieder zählen. Neben den Gemeinden des Bezirks Brugg (ohne oberes Fricktal) gehören auch Brunegg und Gebenstorf dazu. Welche Konsequenzen haben die Austritte von Bözen und Elfingen für Brugg Regio ab 2017? Die Geschäftsstellenleiterin Verena Rohrer sagt: «Wir werden das Teilgebiet oberes Fricktal, welches nach wie vor zum Bezirk Brugg gehört, weder in der Raumplanung noch in der Standortförderung im Regionalplanungsverband Brugg Regio aktiv mittragen können. Zudem werden wir einen wertvollen Austauschpartner verlieren.»

Kleineres Werbebudget

Da die Themen, die Brugg Regio verfolgt, immer für eine ganze Region sinnvoll sein müssen, gebe es diesbezüglich keine Veränderungen. Denn: Laut Rohrer gab es bis dahin keine Themen, die nur für das obere Fricktal bearbeitet worden wären.

Mit dem Wegfall der Pro-Kopf-Beiträge aus Bözen und Elfingen steht Brugg Regio nächstes Jahr etwas weniger Geld zur Verfügung. Grosse Auswirkungen scheinen diese Ausfälle aber nicht zu haben. Verena Rohrer erklärt: «Aufgrund der Projektverlagerung hin zu mehr Wirtschaftsförderung entstehen einerseits andere Kosten mit neuer Unterstützungszahlung.» Diese erfolge aber nicht im Sinne einer regelmässigen Beitragszahlung, wie sie beispielsweise von Seite Gemeinden der Fall ist. Andererseits führe das Bevölkerungswachstum in den Brugg-Regio-Gemeinden dazu, dass der Jahresbeitrag an den Planungsverband steigt, allerdings nicht als vollständigen Ersatz für die Ausfälle.

Wo werden dann für nächstes Jahr Abstriche gemacht? «Im Bereich der allgemeinen Standortförderung gibt es für die PR und weitere Werbeaktivitäten ein kleineres Budget», erklärt Verena Rohrer. Dieser Faktor sei im Budget 2017 bereits berücksichtigt worden. Ausserdem wird laut Rohrer im Bereich der Raumplanung für die geplanten Projekte ein dementsprechend gekürzter Betrag eingesetzt.