Umfrage

Zwei Drittel der Brugger sind zufrieden mit der Sportinfrastruktur

Das Stadion Au in Brugg verfügt über einen Naturrasenplatz sowie über eine blaue Laufbahn. Es fasst 3300 Personen.

Das Stadion Au in Brugg verfügt über einen Naturrasenplatz sowie über eine blaue Laufbahn. Es fasst 3300 Personen.

Welcher Handlungsbedarf besteht bei den Sportanlagen im Schachen und bei den Rasen­feldern? Mit dieser Frage – und einem Kredit von 11'000 Franken für eine Bedarfsermittlung – befasst sich der Brugger Einwohnerrat an seiner nächsten Sitzung.

Aufs Tapet gebracht hatte das Thema SVP-Einwohnerrat Miro Barp vor zwei Jahren. Brugg zeige sich dynamisch. Aber ausgerechnet viele Kinder und Jugendliche seien in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt, weil in der Stadt die Infrastruktur fehle, stellte er fest. Mit einer Motion setzte sich Barp für die Förderung der Bewegungs- und Sportmöglichkeiten der Bevölkerung ein. Für ihn war – er verwies als Beispiel auf den FC Brugg mit der langen Warteliste für interessierte Kinder – der Handlungsbedarf unbestritten. Überwiesen wurde die Motion im Oktober 2018.

Auf die Umfrage gingen 81 Rückmeldungen ein

Um die heutige Sportinfrastruktur beurteilen zu können, hat der Stadtrat eine breit angelegte Online-Umfrage bei den Sportvereinen und der Volksschule durchführen lassen. Ziel war es, mögliche Defizite und Mängel beim Angebot in Erfahrung zu bringen. Neben Rückmeldungen zur Ist-Situation waren auch Vorschläge für Verbesserungen gefragt.

Insgesamt 81 Rückmeldungen sind eingegangen. Diese sind laut Stadtrat sehr vielfältig und breit gefächert ausgefallen, sodass sich eine allgemeine Antwort schwierig gestalte. «Es ist wahrscheinlich, dass nicht allen vorgebrachten Beanstandungspunkten vollumfänglich entsprochen werden kann», hält die Behörde in ihrer der Botschaft an den Einwohnerrat fest. Zwei Drittel gaben an, mehrheitlich zufrieden zu sein mit der Infrastruktur.

Der Fussballclub nimmt eine Ausnahmestellung ein

In der Motion sind die Bewegungs- und Sportplätze im Schachen hervorgehoben. Der Fussballclub Brugg, der einen grossen Teil seiner Vereinsaktivitäten im Stadiongelände und im Geissenschachen ausübt, nimmt gemäss Stadtrat allein durch seine grosse Mitgliederzahl eine Ausnahmestellung bei der Gesamtbetrachtung der Sportanlagen ein. «Es kann festgestellt werden, dass die zur Verfügung stehenden Bauten und Plätze in einem guten baulichen Zustand sind und mit einem beträchtlichen finanziellen Aufwand betrieben und unterhalten werden.» Inwiefern die Forderung nach einem Kunstrasenplatz die Platzprobleme zu entschärfen vermöge, sei zu klären.

Die Erarbeitung einer Kapazitätsanalyse und einer Bedarfsermittlung für Fussballfelder und Sportfelder im Geissenschachen und im Bereich des Stadions Au kann fundierte Aussagen und Planungsgrundlagen zum Umgang mit Sportanlagen liefern, führt die Behörde aus. «Es wird vorgeschlagen, im ersten Schritt eine solche Untersuchung durchzuführen.» Geprüft werden soll unter anderem der Bau von weiteren Bewegungs- und Sportplätzen im Schachen. Zusammen mit den Ergebnissen der aktuell laufenden Schulraumplanung, in der die Ergebnisse aus der Online-Umfrage mit einbezogen werden, ergibt sich laut Stadtrat eine Gesamtbilanz auch über die Bewegungs- und Sportstätten.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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