Brugg
Zwei Brugger Einwohnerräte halten nichts von stockdunklen Strassen

Die Brugger SP-Einwohnerrätin Karin Schoedler will, dass nachts die Strassenlampen wieder brennen in der Stadt. Auch SVP-Einwohnerrat Walter Brander macht sich für die Strassenbeleuchtung stark.

Michael Hunziker
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Strassenbeleuchtung an der Sommerhaldenstrasse in Brugg-Lauffohr.

Strassenbeleuchtung an der Sommerhaldenstrasse in Brugg-Lauffohr.

mhu/Archiv az

Strom und Kosten sparen – das ist in Ordnung. Nicht alle in Brugg aber haben Freude daran, dass in gewissen Quartieren in der Stadt die Strassenbeleuchtung in der Nacht ausgeschaltet oder reduziert wird. SP-Einwohnerrätin Karin Schoedler setzt sich dafür ein, dass der Stadtrat diese Massnahme überdenkt. An der Sitzung des Einwohnerrats am Freitag wird sie deshalb ein Postulat einreichen.

Vor allem bei bedecktem Himmel sei es stockdunkel auf den Strassen, hält Karin Schoedler in der Begründung fest. Dieser Umstand führe bei einem Teil der Bevölkerung zu Unmut und Verunsicherung. «Während dieser Zeit unterwegs zu sein, ist beängstigend und auch gefährlich, da Hindernisse von blossem Auge nicht erkannt werden können.» Auch sei, ist die SP-Einwohnerrätin überzeugt, durch die mangelnde Beleuchtung die Hürde tiefer, eine Straftat zu begehen, denn: «Die Chance, erwischt zu werden, ist kleiner.» Kurz: Stark betroffen seien vor allem junge Menschen an den Wochenenden, aber auch Berufstätige, die durch ihre Arbeit spät nach Hause kämen oder morgens früh aus dem Haus gehen müssten.

«Um den Strombedarf effizienter zu gestalten, wird in Brugg bereits eine schrittweise Umstellung auf LED vorgenommen», fügt Karin Schoedler an. In anderen Städten seien zudem die Strassenlaternen mit Bewegungsmeldern ausgestattet. So werde weniger Strom verbraucht und die Lichtverschmutzung vermieden – «trotzdem kann die Sicherheit der Bevölkerung gewahrt werden».

Licht ums Jägerstübli

Zur Diskussion steht im Einwohnerrat auch die Motion von Walter Brander, SVP. In seinem Vorstoss macht er sich zusammen mit 10 Mitunterzeichnenden ebenfalls dafür stark, dass die Strassenbeleuchtung in der Nacht nicht mehr ausgeschaltet wird – und zwar im gesamten Gebiet Kaserne bis und mit Lauffohr. Der Hintergrund: Mit der Eröffnung der Asylunterkunft Jägerstübli soll das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung erhöht werden. Der Stadtrat lehnt die Motion ab.

Rückblick: Mitte Januar 2013 setzte der Stadtrat eine Testphase an, während der in den Ortsteilen Umiken und Lauffohr die Strassenlampen von 1 Uhr bis 5 Uhr in der Früh ausgeschaltet wurden. Die Testphase wurde als Erfolg gewertet, die Massnahme wurde definitiv eingeführt. Von Anfang nicht betroffen war das Stadtzentrum, weil dort andere Sicherheitsvorgaben gelten.