Windisch

Zusatzschlaufe für die Kletterhalle

An der Generalverammlung der Alpenclub-Sektion Brugg gab es Informationen zum Projekt Kletterhalle – aber keine Abstimmung.

Eigentlich hätte am Freitagabend an der 97. Generalversammlung des Schweizer Alpenclub (SAC) Sektion Brugg über den Sektionsbeitrag in Höhe von 100'000 Franken für das Projekt Kletterhalle im ehemaligen Rekrutierungszentrum in Unterwindisch abgestimmt werden sollen. Gemäss Präsident Heinz Frei waren jedoch die Finanzierung noch nicht geklärt sowie die Vertragswerke dazu noch nicht fertiggestellt. An einer ausserordentlichen Generalversammlung im April oder Mai sollte nun darüber abgestimmt werden können. «Wir sind überzeugt, dass diese Punkte bis im Frühling bereinigt sind», sagte Heinz Frei.
Zwei wesentliche Punkte auf der Finanzierungsliste konnten dennoch abgehakt werden. Die Sektion Lägern sprach just am GV-Abend den Unterstützungsbeitrag von 10'000 Franken. Ebenso sei der Beitrag des Swisslos Sportfonds in Höhe von 170'000 Franken gesichert, sagte Heinz Frei. Das Investitionsziel beläuft sich auf 450'000 Franken. Ein zinsloses Darlehen der Stiftung Faro (100'000 Franken), der erwähnte Sektionsbeitrag (100'000 Franken) sowie der Sponsoren-Mindestbeitrag in Höhe von 80'000 Franken sind aufgelistet – aber nicht gesichert.

Fragen und Ehrungen

Hintergrund des Kletterhallen-Projekts: Die beiden bestehenden Kletterräume im Dägerli und der Boulderraum «Gravity» in der Brugger Altstadt sind zu klein geworden, für Kinder ungeeignet und nicht mehr zeitgemäss. Die geplante Kletter- und Boulderanlage auf rund 500 Quadratmetern im ehemaligen Rekrutierungszentrum soll Anfängern wie Fortgeschrittenen zur Verfügung stehen. Unter dem Titel «Gemeinsam aktiv» ist geplant, dass Kletterer und Klienten der Stifung Faro gemeinsam den Sport betreiben. Der SAC tritt als Untermieter der Stiftung Faro auf, welche wiederum das Objekt mit der Doppelturnhalle für ihr Wohnheim von der Eigentümerin Hiag gemietet hat.

«Ich finde dies ein tolles Projekt. Kann man Aussagen zum Betriebsbudget machen?», fragte ein SAC-Mitglied aus dem Publikum. «Das kommt auf die Laufzeit des Darlehens an. Unser Ziel ist ein schwarzes Betriebsbudget, das Ganze muss selbstragend sein», sagte Präsident Heinz Frei. Wie die Investition gesichert sei, wollte ein anderes Mitglied wissen. Die Stiftung Faro verfüge über einen 25 Jahre dauernden Mietvertrag, für den SAC sei ein Zehnjahresvertrag, aufgeteilt in zweimal fünf Jahre, angedacht, so Frei.

Die Mitglieder des SAC Brugg sind treue Bergsportkameraden. Hans Graf ist seit 70 Jahren Mitglied und wurde dementsprechend gross geehrt. Für 25 Jahre wurden Hans-Ulrich Bocksberger, Christian Birchmeier und Fritz Frei geehrt, 40 Jahre dabei sind Gerd Seemann, Manfred Daum und Urs Gloor. Seit 50 Jahren begeistern sich Elsbeth Michel, Max Schärli, Felix Boutellier und Peter Imhof für den Bergsport. Auch langjährige Tourenleiter wurden geehrt: Hans-Ulrich Fehlmann (25 Jahre), Hannes Brunner für 30 und Beat Bruhin für 40 Jahre. Für ihr 13-jähriges Engagement als Bibliothekarin wurde Erika Iberg geehrt. Nebst den genehmigten Traktanden wie Jahresrechnung, Budget und Mitgliederbeiträge, informierte Urs Federer über die Teilnahme am Stadtfest.

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