Thalheim
Zum Jugendfest ist die Hauptstrasse wieder offen

Verkehrslärm gibt es derzeit kaum in Thalheim, ruhig ist es trotzdem nicht: Mitten im Dorf dröhnen die Baumaschinen.

Michael Hunziker
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Derzeit werden die Hauptstrasse sowie die Werkleitungen saniert.

Derzeit werden die Hauptstrasse sowie die Werkleitungen saniert.

Michael Hunziker

Kein Durchkommen gibt es zurzeit für die Autos und Lastwagen in Thalheim: Die Durchfahrt Richtung Staffelegg ist gesperrt, die Hauptstrasse ist eine einzige Baustelle.

Durch die grossräumige Umfahrung wisse der halbe Kanton, dass in Thalheim gebaut werde, sagte Gemeindeammann Roland Frauchiger am Montag mit einem Augenzwinkern. Mittlerweile sei, fügte er an, die Halbzeit erreicht.

Grund genug, zu einem Augenschein einzuladen. Bei strahlendem Sonnenschein – aber frischem Wind – Red und Antwort standen: Bruno Bühler vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt; Markus Tschann vom Ingenieurbüro Steinmann aus Brugg; Michele Carrer vom Ingenieurbüro Ackermann+Wernli aus Aarau sowie Vizeammann Reto Schneider und Gemeinderat Tobias Graf.

Auf einer Länge von rund 900 Metern werden sowohl die Hauptstrasse als auch die darunter liegenden Werkleitungen saniert. Vorgegangen werde etappenweise, gearbeitet in zwei Gruppen, um die Tätigkeiten «innert nützlicher Frist» über die Runden zu bringen, führte Markus Tschann aus.

Die Planung begann 2012

Das aufwendige Unterfangen stellt hohe Ansprüche an die Beteiligten. Alle seien gefordert, stellte Bruno Bühler fest. Er erinnerte an den Beginn der Planung im Jahr 2012, als das Augenmerk dem Betriebs- und Gestaltungskonzept galt – und vor allem auch den Bereichen Verkehrssicherheit und Ortsbild. Am 13. März dieses Jahres starteten die Bauarbeiten, kurz darauf kam es zur Vollsperrung.

Ziel sei es, fuhr Bühler fort, die Hauptstrasse bis Ende Juni 2018 wieder für den Verkehr freigeben zu können – rechtzeitig zum Jugendfest. Die Arbeiten, hielt er fest, verlaufen bisher gemäss Terminprogramm – «wir sind im Fahrplan» – und befinden sich im Kostenrahmen. Apropos: Für die Sanierung von Hauptstrasse und Werkleitungen wird mit insgesamt rund 6 Mio. Franken gerechnet.

Als Spezialität erwähnte Bühler die Stelle im Unterdorf, wo eine einzelne Bushaltestelle für beide Fahrtrichtungen erstellt wird. Besondere Beachtung geschenkt werde ebenfalls der Gestaltung des Bereichs Dorfplatz – damit diese Bezeichnung auch angemessen sei. Nicht zuletzt realisiert werden neue Fussgängerverbindungen.

Die Zufahrt zu den Liegenschaften sei – für die Anwohner genauso wie für die Restaurantbesucher oder die Gewerbetreibenden – stets gewährleistet, betonten die Beteiligten. Auch der Postauto-Betrieb werde aufrechterhalten. Kurz: «Thalheim ist immer erreichbar.»

Es hat Platz für weitere Häuser

Gleichzeitig mit der Sanierung der Hauptstrasse wird die Erschliessung des Gebiets Häuptli – samt erneuerter Zufahrtstrasse – umgesetzt. Hier habe in den letzten Jahren eine rege Bautätigkeit geherrscht, sagte Gemeindeammann Frauchiger. Freie Fläche für weitere Häuser seien vorhanden. Sämtliche Arbeiten könnten nun in einem Block erledigt werden.

Zu Buche schlagen wird dieses Projekt übrigens mit weiteren rund 2 Mio. Franken.