Bad Schinznach
Zum 950. Geburtstag galt für alle Einwohner «Zäme Spile und Plaudere»

Das dreitägige Jubiläumsfest zum 950-jährigen Bestehen der Gemeinde Schinznach-Bad war alles andere als ein gewöhnliches Dorffest. Schliesslich wurde nicht an einem einzigen Festplatz, sondern auf «Festinseln» in den Quartieren gefeiert.

Vera Frey
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Volle Konzentration; Am Pingpong-Tisch konnten sich jüngere...
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...und ältere Kinder austoben.
Das Balancieren auf der Slackline ist gar nicht so einfach.
Beim Minicurlling kommt es auf den richtigen Schwung an.
Die Jüngsten freuen sich auch am kleinsten gefangenen Fisch oder Frosch.
Aber auch die Erwachsenen haben ihren Spass.
Spielnachmittag mit viel Spass in Schinznach Bad
Zur Belohnung gibts ein Glace.
Hinten wird gespielt, vorne geplaudert.

Volle Konzentration; Am Pingpong-Tisch konnten sich jüngere...

Vera Frey

Mit der Einbindung der Gemeindemitglieder aus den Quartieren entstand ein Puzzle aus kunterbunten Einzelteilen, die zusammen die Gemeinde als Ganzes ausmachen. So verwandelte sich die «Festinsel» Bodenacker am Samstagnachmittag unter dem Motto «Zäme Spile und Plaudere» in eine grosse Spielwiese für Gross und Klein.

«Das ist ja mega schwer ...!» – ja, die aufgespannte Slackline zu überqueren, erfordert einiges an Konzentration und guter Koordination. Aber mit ein bisschen Hilfe durch Wanderstöcke, vielleicht auch einer zusätzlich stützenden Hand und etwas Geduld klappte es dann bei allen. Ebenfalls ein gutes Mass an Konzentration war zum Beispiel beim Schiessen mit der Armbrust gefordert – nicht nur von den Ausführenden, sondern auch von unbedacht umherwandernden Eltern, welche allzu leicht in die Schussbahn geraten konnten.

Besonders beliebt bei den Kleinsten war neben den zahlreichen Geschicklichkeitsspielen wie Minicurling und Minifussball vor allem ein kleines Becken, aus dem Plastikfische geangelt werden konnten. Da wurde jeder noch so kleine Fisch oder Frosch an der Angel zum riesen Erfolgserlebnis und musste natürlich entsprechend zelebriert werden. Die grösseren Kinder – und auch manche Erwachsene – konnten sich beim Pingpong austoben, beim Jonglieren versuchen oder Stelzenlaufen üben. Für ganz Klein bis ganz Gross war ein kleiner Postenlauf mit verschiedenen Hindernissen aufgebaut. Das Ziel vor Augen, die bessere Zeit aufzustellen als alle anderen, wuchs da so manch einer oder eine über sich hinaus.

Neben dem Ziel, besser als das Gspänli zu sein, war die grösste Motivation wohl die Glace oder der Sirup, der nach dem erfolgreichen Absolvieren eines Postens als Belohnung winkte. Und wenn das Spielen auch noch schwieriger wird mit dem Cornet in der einen und dem Sirup in der anderen Hand, macht es so doch gleich doppelten Spass. Mitten in diesem Haufen Spass stachen einige mittelalterlich gewandete Damen ins Auge: Die Mitglieder der Kulturkommission haben sich vorgenommen, an allen Aktivitäten des 950-jährigen Jubiläums ihres Dorfes in passender Kleidung teilzunehmen.