Brugg
Zu viele Hitzetote: GLP-Politiker Kerkhoven fordert mehr Bäume zum Schutz von Kindern und Senioren

Grünliberaler Einwohnerrat Adriaan Kerkhoven reicht «zur Prävention tödlicher Hitzewellen in der Stadt Brugg» eine Interpellation ein.

Claudia Meier
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Mehr Bäume wie an der Badenerstrasse in Brugg wünscht sich der Grünliberale.

Mehr Bäume wie an der Badenerstrasse in Brugg wünscht sich der Grünliberale.

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In seinem Vorstoss erwähnt der Grünliberale Einwohnerrat Adriaan Kerkhoven die Hitzewellen 2003 und 2015, die in der Schweiz 1000 und 800 Todesopfer gefordert hätten – vor allem Senioren und Kinder. «Das sind zwei bis dreimal mehr Tote jährlich als bei Verkehrsunfällen», schreibt der Brugger in seinem Begehren, das er am kommenden Freitag an der Einwohnerratssitzung einreichen wird.

Kerkhoven beantragt: «Der Stadtrat soll einen Bericht zu einer prioritären Strategie vorlegen, wie er sommerlichen Hitzewellen durch rasche, konkrete Massnahmen wie Begrünungen, offene Wasserflächen, Brunnenzugänge und den Erlass entsprechender Bauvorschriften und Gestaltungsplänen begegnet.» In erster Linie sollen von Fussgängern wie Radfahrern hoch frequentierte Strassen sowie Orte der Begegnung und des Verweilens umfassend und sehr zeitnah mit Bäumen ausgestattet werden. In der Stadt Brugg sind laut Kerkhoven gute Beispiele rar. Dazu zählt er die Alte Zürcherstrasse oder die Badenerstrasse. Nicht schlecht, aber nicht mehr so gut wie früher sei es beim Pflegeheim Süssbach und entlang dem Aareufer im Bereich der Turnhalle.

Optimierungsbedarf auf Friedhof

Prioritär zu optimieren sind gemäss Einwohnerrat Kerkhoven: Fröhlichstrasse (Brugg), Aarestrasse und Nüechtler (Umiken), Sommerhaldenstrasse (Lauffohr), Schöneggstrasse, Badstrasse, Hofstatt, Friedhöfe Brugg und Umiken etc.

«Wie ist der Stadtrat daran, solche Massnahmen in der Revision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) zu priorisieren?», fragt Adriaan Kerkhoven. Der Handlungsbedarf könne nicht erst dann bestimmt werden, wenn regionale Grundlagen vorliegen, vielmehr behandle der Bund diese Massnahmen mit der höchsten Priorität. So arbeite das Bundesamt für Umwelt mit Hochdruck daran, dass Gemeinden schattige und kühle Orte einrichten, Strassen und Gebäude begrünen und bauliche Massnahmen angehen, um Todes-, Krankheits- und Arbeitsausfälle zu vermeiden, fährt der Grünliberale fort. Kerkhoven spricht in diesem Zusammenhang von einem Bundesauftrag.

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