Windisch
Zu teuer und unsicher: In Windisch bleiben die Strassenlampen nachts an

Geht es nach dem Gemeinderat Windisch, brennen die Strassenlampen weiterhin die ganze Nacht – aus Sicherheitsgründen. Eine komplette Umrüstung auf Sparschaltung sowie LED-Technologie komme zu teuer.

Michael Hunziker
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Die Strassenlampen brennen weiterhin in der Nacht.

Die Strassenlampen brennen weiterhin in der Nacht.

mhu/Archiv az

Die beiden Windischer EVP-Einwohnerräte Martin Schibli und Ursula Fehlmann setzen sich dafür ein, dass die Strassenbeleuchtung in der Nacht reduziert wird. 2014 haben sie eine Motion eingereicht und den Gemeinderat aufgefordert, dem Einwohnerrat ein Konzept zu unterbreiten. Für Schibli und Fehlmann sind die Vorteile klar: Sowohl der Energieverbrauch als auch die Energiekosten sowie die Lichtverschmutzung könnten gesenkt werden.

In seiner Antwort, die jetzt vorliegt, weist der Gemeinderat darauf hin, dass alte und defekte Strassenleuchten – «im Umfang des jährlichen Budgets» – mit der neusten LED-Technologie ausgerüstet werden. Die Lichtsteuerung, fährt die Behörde fort, schaltet die gesamte öffentliche Beleuchtung im Gemeindegebiet mit einer Dämmerungsschaltung ein und aus.

An verkehrsreichen Strassen mit hohen Kandelabern werde die Lichtstärke in der Nacht durch eine Sparschaltung auf die Leistung von rund 40 Prozent reduziert. Unter dem Strich, zeigt der Gemeinderat auf, konnte der gesamte Energieverbrauch in den letzten Jahren bei praktisch gleich bleibenden Betriebsstunden, aber steigender Leuchtenzahl massiv gesenkt werden.

Mit der kompletten Umrüstung auf Sparschaltung und LED-Technologie könnten pro Jahr zwar rund 20 000 Franken an Energiekosten eingespart werden, fährt der Gemeinderat fort. Allerdings seien die Investitionskosten mit rund 1 Mio. Franken sehr hoch. Anders gesagt: «Die Reduktion der Energiekosten beziehungsweise des Energieverbrauchs mit minimalen Investitionen, wie es die Motion fordert, kann nicht erfüllt werden.»

Aus diesem Grund will die Behörde mit einem jährlichen Budget von 75 000 Franken an der aktuellen Strategie festhalten – «um einen Beitrag zur Reduktion der Energieverschwendung und der Lichtverschmutzung zu leisten, aber auch die Erhöhung der Sicherheit in der Nacht beziehungsweise die Eindämmung der Kriminalität zu unterstützen».

Das heisst: Auf eine Ausschaltung der Strassenbeleuchtung in der Nacht wird aus Sicherheitsgründen verzichtet, ebenso auf eine Testphase in den Quartieren. Gesetzt wird weiter auf LED-Technologie und Sparschaltung. Mit einer Erhöhung der jährlichen Investitionssumme, fügt der Gemeinderat an, kann die Umrüstung beschleunigt werden.

Einwohnerrat Windisch Mittwoch, 21./28. Oktober, 19 Uhr, Gemeindesaal, Gemeindehaus 8. Stock.