Brugg-Umiken
Zu hohe Miete vertreibt Wirtin: «Wir konnten uns das nicht leisten»

Das thailändische Restaurant Löwen schliesst im Frühling – die Wirtin hat bereits in Wildegg ein neues Restaurant eröffnet.

Timea Hunkeler
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Da die Küche zu klein und die Miete zu hoch ist, wird das Restaurant im Gasthaus nach drei Jahren geschlossen.Michael Hunziker

Da die Küche zu klein und die Miete zu hoch ist, wird das Restaurant im Gasthaus nach drei Jahren geschlossen.Michael Hunziker

Michael Hunziker

«Es hat uns fast kaputtgemacht», sagt Uthen Frei. Er ist der Sohn von Pranee Peder, die gebürtige Thailänderin und Wirtin im Restaurant Löwen in Umiken ist. Dieses wird nächstes Jahr im Frühling, wenn der Mietvertrag ausläuft, geschlossen. «Der Mietvertrag für das Restaurant Löwen lief immer nur ein Jahr. Das war einfach sehr umständlich für uns», sagt Frei. Die hohe Miete habe sie letztlich dazu veranlasst, das Lokal zu schliessen. «Wir konnten uns das einfach nicht mehr leisten», sagt er. «Meine Mutter kocht und serviert im jetzigen Restaurant. Ich kann nur manchmal aushelfen, da ich als Metzger arbeite.»

Peder, die unter dem Namen Nee in der Region bekannt ist, führt neben dem Restaurant einen Take-away mit Liefer- und Partyservice und einen Stand auf den Gemüsemärkten in Brugg und Baden. Zudem bietet Peder seit vier Jahren jeden Mittag mit ihren thailändischen Gerichten ein Buffet im Dampfschiff an, das von den Gästen sehr gut genutzt werde. Aus diesem Grund sei nun auch die Küche im jetzigen Lokal zu klein geworden. «Wir haben uns nach einer zusätzlichen Fläche umgesehen, die genug Platz zum Kochen der Gerichte für das Buffet bietet», sagt Frei. Gesucht haben sie unter anderem in Rupperswil. Dieses Lokal konnte jedoch nicht überzeugen.

«Anfang November haben wir nun unser neues Restaurant in Wildegg eröffnet», sagt er. Das Restaurant habe bereits viel Kundschaft. «Ausserdem haben wir jetzt einen Fünfjahresvertrag, was besser ist für uns», sagt Frei. Das neu eröffnete Lokal sei deshalb in jeder Hinsicht optimal für sie. «Wir haben viel Energie in die Neueröffnung gesteckt», betont er. Seine Stelle als Metzger in Fislisbach gibt er Ende Jahr auf.

Angebot im Dampfschiff bleibt

«Meine Mutter möchte immer noch mehr erreichen. Ich muss sie daher gelegentlich bremsen», erklärt Frei. «Ich bin der Meinung, man sollte manchmal lieber etwas zurückstecken, dafür die Sache dann auch richtig gut machen.» Mit der Übernahme des Lokals in Wildegg werde sich an den bestehenden Angeboten, wie zum Beispiel die Belieferung des Dampfschiffs mit ihren thailändischen Spezialitäten, nichts ändern. Laut Frei will der Inhaber aus den Räumlichkeiten des Gasthauses Löwen nun Wohnungen machen.