Birr
Zigarettenstummel im Aldi-Eintopf: «Mir hat es den Magen umgedreht»

Die Lust auf Pilze ist Rejka Djordjic vergangen: Zusammen mit den Pilzen von Aldi hat sie einen Zigarettenstummel unter ihr Abendessen gemischt – den Stummel bemerkte sie aber erst, als sie ihn bereits im Mund hatte.

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Rejka Djordic fand in den Pilz-Konserven einen Zigarettenstummel.

Rejka Djordic fand in den Pilz-Konserven einen Zigarettenstummel.

Printscreen/TeleM1

Letzte Woche fand eine Migros-Kundin einen Gecko in einer Krautstiel-Packung. Was Rejka Djordjic aus Birr in ihrem Pilzeintopf von Aldi entdeckte, war weitaus unappetitlicher: Im Glas befanden sich nicht nur Pilze, sondern auch ein Zigarettenstummel. Den Stummel bemerkte sie aber erst, als sie ihn bereits im Mund hatte.

«Mir hat es den Magen umgedreht», erzählt die 54-Jährige gegenüber dem regionalen TV-Sender Tele M1. «Am nächsten Morgen versuchte ich zu arbeiten. Aber ich musste es aufgeben – ich musste erbrechen.»

Dass Fehler passieren könnten, sei ihr schon klar, sagt Djordjic. Die Entschuldigung von Aldi von 530 Franken will sie dennoch nicht annehmen. Die Arztkosten und der psychische Schaden seien grösser. «Mir wird es immer noch übel, wenn ich die Pilze anschaue. Alles, was mit Pilzen zu tun hat, ekelt mich.»

Den Zigarettenstummel hat Djordjic der Gebenstorfer Aldi-Filiale zurückgebracht. Der Filialleiter habe sich aber nicht bei ihr entschuldigt: Er habe sie verdächtigt, dass der Stummel von ihr stamme. «Das hat mich sehr beleidigt und geschmerzt.»

Auf Anfrage von Tele M1 nimmt Aldi Schweiz wie folgt schriftlich Stellung: «Obwohl nicht abschliessend geklärt ist, wie der Fremdkörper in den Artikel gelangen konnte, bedauert Aldi Suisse die für die Kundin entstandenen Unannehmlichkeiten. Ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage wurde der Kundin ein Entschädigungsangebot unterbreitet. Darauf ist die Kundin bisher leider nicht eingetreten.»

Djordjic will nun rechtlich gegen Aldi vorgehen. Beim Billig-Discounter einkaufen will sie in Zukunft nicht mehr. (ssu)