Remigen

Zeitreisen, Lichtblicke und viel Gewerbe

Die sechste Expo Geissberg erhielt dank eines neuen Lichtkonzepts einen eigenen Charakter.

Eine geschlossene Panzertüre versperrt den Weg. Rechts und links arbeiten Menschen in weissen Laborkitteln. Eine warme Frauenstimme begrüsst den Zeitreisenden, durch dessen Augen der Besucher schaut, und dann öffnet sich das Panzertor: Eine grosse Halle tut sich auf und der Zeitreisende schwebt hinein, nur um sich Sekunden später auf einer Wiese wieder zu finden. Nach weiteren Zeitsprüngen sieht der Zeitreisende, wie ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle gebaut wird und wie es funktioniert. Dann öffnet sich das Zeitreiseportal ein letztes Mal und man findet sich 60 000 Jahre in der Zukunft in einem wilden Dschungel.

Nach dieser rasanten Zeitreise zieht man die Virtual-Reality-Brillen aus und ist wieder zurück in der Expo Geissberg im Stand der Nagra. «Wir waren 2011 an der letzten Gewerbeausstellung auch dabei. Dort und durch die seismischen Messungen, die wir im Winter durchgeführt haben, konnten wir in der Region gute Kontakte knüpfen. Um diese weiter zu pflegen und um die Bevölkerung zu informieren, sind wir auch dieses Jahr wieder dabei», sagt Jutta Lang, Leiterin der Medienstelle der Nagra.

Neues Lichtdesign

«Eine Ausstellung wie diese ist nur dann gelungen, wenn sie als Ganzes überzeugen kann: Mit dem neuen Lichtkonzept erhält die Expo Geissberg einen eigenen Charakter und so können wir das Gewerbe in der Region Geissberg als Marke stärken», sagt OK-Präsident Paul Stalder. Gewerbeausstellungen haben nicht mehr dieselbe Ausstrahlung wie vor 20 oder 30 Jahren, darum müssen wir uns neu ausrichten.

So müsse sich jeder Aussteller an das Lichtkonzept anpassen und einen Schwerpunkt setzen. Aber die Aussteller hätten gerne mitgemacht und so sei es ihnen gelungen, die Kommunikation in den Mittelpunkt zu stellen, so Stalder weiter. Und: «Mit dem neuen Lichtkonzept ist ein Hauch Digitalisierung an die Expo Geissberg gekommen.»

«Wir sind jedes Mal dabei. Ich geniesse den ungezwungenen Kontakt mit den Menschen. Wenn sie ins Geschäft kommen, geht es sofort nur noch um Fenster, Türen und den Preiskampf, aber hier kann man den persönlichen Kontakt pflegen», sagt Sabine Siegenthaler von der Siegenthaler AG Fenster. Sie präsentierte, wie 49 andere Aussteller auch, ihr Geschäft an der Expo. Und Simone Aebischer, Werkleiterin des Zementwerk Siggenthal der Holcim, sagt: «Wir wollen der Bevölkerung näher bringen, was wir machen. Den Steinbruch kennt jeder aus der Region, aber wir beantworten gerne alle Fragen, die kommen.»

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