Baden/Brugg

Zehn Songs, die zum Hinhören einladen: Frank Powers neuestes Album ist da

Ab heute ist das neue Album «Juheminee» von Frank Powers erhältlich.DVI/Archiv AZ

Ab heute ist das neue Album «Juheminee» von Frank Powers erhältlich.DVI/Archiv AZ

Frank Powers bringen heute ihr drittes Album heraus. Frontsänger Dino Brandão sagt, was es auszeichnet und warum es ihn nach Paris zieht.

Ein bisschen nervös sei er schon, sagt Dino Brandão, Frontsänger der Brugger Band Frank Powers, vor dem heutigen Release des neuen Albums «Juheminee». Der Titel ist eine Wortkombination aus «juhee» und «ohjeminee». 1½ Jahre sind seit den ersten Songaufnahmen vergangen, die letzten Stücke hat die Band im Januar dieses Jahres eingespielt. Einige Songs entstanden bei Dino Brandão zu Hause, andere wurden in einem Tonstudio aufgenommen.

Insgesamt zehn Songs sind auf dem neuen Album. Brandão singt auf Schweizerdeutsch, Hochdeutsch und Englisch. «Es ist ein einladendes Album», sagt der Frontsänger, der früher Strassenmusiker in Baden war. Wenn man sich darauf einlasse, habe man lange Freude daran. Es sei auch ein Album, bei dem man beim mehrmaligen Hören immer etwas Neues entdecke. «Die Songs sind dicht arrangiert, es gibt Geräusche und Instrumente, die beim ersten Hören nicht offensichtlich sind.»

«‹Juheminee› will von der alternativen Liste in den Bundesrat», heisst es im Albumbeschrieb. «Es ist eigenwillig, voller Zauber, tiefgründig hübsch, voller Rätsel und Antworten. Das Album handelt von der Verwirrung der Szene im Jahr 2018 (‹Hochwasser›, ‹Sigh at the Beach›), von männlichem Feminismus (‹Woman›), von Ausländern, Stigmata und Angst (‹Nachtigall›). Es zieht Parallelen zwischen Altersheimen und Technoparties (‹Altersheim.de›), sinniert über die Liebe und den Frieden (‹Friedenslied›, ‹Maximal Tension›) und hat das, was Frank Powers Heimatlieder nennt (‹Lompesammler›, ‹Vo Chur uf Brugg›, ‹Trampoline›)».

Frank Powers - Hochwasser

Nah am Weltgeschehen

Die offizielle Release-Show findet am 23. November im «Moods» in Zürich statt. Wieso nicht im Salzhaus in Brugg? «Das ist ein Versuch, alles zu bündeln», sagt Brandão. Man habe viele Konzerte in der Peripherie gespielt, in der Grossstadt laufe nun alles zusammen.

Erst vor kurzem hat Dino Brandão seine Heimatstadt Brugg verlassen und ist nach Zürich «in eine mega lässige WG» gezogen. Als er nach seinem halbjährigen Paris-Aufenthalt zurückgekehrt sei, habe er gemerkt, dass seine Zeit in Brugg abgelaufen sei. In Paris lebte er in einem Atelier, das der Kanton Aargau dauerhaft gemietet hat, um Künstlern eine neue Erfahrung zu ermöglichen. «Ich habe die letzten 27 Jahre in Brugg verbracht, das reicht», so Brandão. Er geht aber gerne in seine Heimatstadt zurück und ist erstaunt, wie ruhig es dort ist. Brandão kann es sich auch vorstellen, dereinst ganz in Paris zu leben. «Dort ist man nahe am Weltgeschehen.» Doch erst, wenn auch die internationale Karriere läuft.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1