Brugg
Zahl der Eingriffe im Medizinischen Zentrum erreicht Rekordwert

Das Medizinische Zentrum Brugg weist einen Jahresgewinn von rund einer Viertelmillion Franken aus. Grund dafür ist die steigende Zahl an Eingriffen: 4926 Eingriffe wurden im Jahr 2016 durchgeführt, im Vorjahr waren es 3645.

Michael Hunziker
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Die Operationsräumlichkeiten sollen in nächster Zeit den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden. Archiv az

Die Operationsräumlichkeiten sollen in nächster Zeit den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden. Archiv az

Grund zur Freude besteht im Medizinischen Zentrum Brugg (MZB): Die Zahl der Eingriffe erreicht einen Rekordwert, ausgewiesen werden kann ein satter Jahresgewinn. Geschäftsleiterin Sandra Weingart spricht von einem durchweg positiven Resultat. Die Zielvorstellungen hätten übertroffen werden können. An der gestrigen Medieninformation zum Geschäftsjahr 2016 anwesend waren neben ihr auch Andreas Meyenberg, ärztlicher Leiter und Vizepräsident des Verwaltungsrats, sowie Ruedi Steiner, Mitglied des Verwaltungsrats.

Vor zwölf Monaten sah die Situation anders aus im MZB: Der Geschäftsabschluss 2015 blieb hinter den Erwartungen, zur Kenntnis genommen werden musste ein negativer Abschluss. Jetzt, im mittlerweile zwölften Jahr, beläuft sich der Betriebsertrag auf rund 8,2 Mio. Franken, was einem Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Jahresgewinn beträgt 246 000 Franken. Zurückzuführen ist diese Zunahme darauf, dass drei zusätzliche Belegärzte gewonnen und – damit verbunden – die Zahl der Eingriffe markant gesteigert werden konnte. Mit 4926 (Vorjahr 3645) ist sie so hoch wie noch nie.

Neue Belegärzte, neuer Partner

Der Generalversammlung wird eine Dividende von 2 Prozent beantragt. Neben den Aktionären, sagt Sandra Weingart, könnten auch die Mitarbeitenden von einem kleinen Bonus profitieren. Das sei wichtig, denn alle hätten Hervorragendes geleistet, pflichtete Andreas Meyenberg bei. Und Ruedi Steiner wies darauf hin, dass die Mitarbeiterzahl seit der Betriebsaufnahme stabil geblieben sei. Aus dem MZB aber, stellte er mit einem Blick auf die diversen Partner fest, sei ein stattlicher Betrieb geworden. Apropos Partner: Eine Zusammenarbeit kam zustande mit dem Zentrum für Gefässmedizin in Aarau. In die Aus- und Weiterbildung des Personals wurde ebenfalls investiert. Alle Mitarbeitenden wurden «stufengerecht» geschult für eine mögliche Reanimationssituation, so Geschäftsleiterin Weingart. Für das 2. Obergeschoss wurde ein neuer, zusätzlicher Defibrillator angeschafft. Damit sich die Patientinnen und Patienten nach einem ambulanten Eingriff bis zum Austritt komfortabel ausruhen können, ist die zweite Hälfte der Betten ersetzt worden.

Es sei – seit Beginn des MZB – ein Kernproblem, genügend Belegärzte zu gewinnen, fuhr Meyenberg fort. Die grossen Anstrengungen sowie der gute Ruf und das gesunde Umfeld aber scheinen Früchte zu tragen. Gespräche laufen und weitere Fachärzte hätten ihr Interesse angemeldet. Auch der Trend «ambulant vor stationär» werde aktuell von Bund und Kanton forciert. Drei verdiente, langjährige Belegärzte haben ihre Tätigkeit am MZB dagegen aufgegeben.

Grund zur Sorge bereitet der vom Bund vorgeschriebene Tarif für die ambulanten Eingriffe, der Tarmed, der unverändert tief sei. Allerdings: «Damit müssen wir auskommen», stellte Meyenberg fest.

Mietervertrag wurde verlängert

Die Aussichten seien intakt, schreiben Meyenberg und Verwaltungsratspräsident Otto H. Suhner im Jahresbericht. «Wir sind überzeugt davon, mit unseren heutigen und zukünftigen Dienstleistungen im Zentrum des Kantons den Gedanken einer qualitativ hochstehenden medizinischen Grundversorgung noch besser verankern zu können.» Um notwendige Sanierungsschritte finanzieren zu können, ist eine Reihe von Rückstellungen vorgenommen worden: Sanierung Sterilisation sowie Sanierung Klimaanlage. Eine Arbeitsgruppe befasst sich laut Sandra Weingart aktuell intensiv damit, die Operationsräumlichkeiten den heutigen Bedürfnissen anzupassen.

Der Verwaltungsrat hat sich im abgelaufenen Jahr überdies beschäftigt mit dem neuen Mietvertrag. Dieser ist genehmigt und läuft bis Ende 2025.

Generalversammlung Donnerstag, 27. April, 19.30 Uhr, Mehrzweckhalle
Kaserne Brugg.

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