Die World Robot Olympiad (WRO) ist ein weltweiter Wettbewerb für technikbegeisterte Kinder und Jugendliche. Organisiert wird er in der Schweiz vom Verein World Robot Olympiad Schweiz. Das Team Robofactory.ch aus Veltheim führt am Samstag einen der insgesamt sechs Regionalwettbewerbe durch in den Räumlichkeiten der Fachhochschule Brugg-Windisch, die den Anlass unterstützt.

Für den Regionalwettbewerb haben sich 18 Teams, bestehend aus 45 Kindern und Jugendlichen, angemeldet. Die Teilnehmer designen und bauen einen Lego-Mindstorm-Roboter, programmieren ihn und starten mit ihm in einem Wettkampf gegen andere Teams. Wer mit dem Mini-Roboter überzeugt, darf am 15. Juni in Aarburg am grossen Schweizer Final antreten. Die drei besten Crews vertreten die Schweiz am internationalen Wettbewerb der WRO im ungarischen Györ. Weltweit nehmen über 26'000 Teams aus über 65 Ländern teil. Den zweitplatzierten Teams winkt die Reise ans WRO Friendship Invitational in Aarhus, Dänemark.

Wie sieht Stadt der Zukunft aus?

Die Olympiade findet in drei Altersklassen statt: Elementary (8–12 Jahre), Junior (13–15 Jahre) und Senior (16–19 Jahre). Die Teams bestehen aus zwei bis drei Mädchen und Knaben beziehungsweise Jugendlichen, die während der Vorbereitung und dem Wettbewerb von einem Coach betreut werden. Seit der Veröffentlichung der Wettbewerbsaufgaben Mitte Januar können sich die Gruppen auf die bevorstehende Herausforderung vorbereiten.

Den Organisatoren ist es wichtig, dass die Aufgaben einen aktuellen Bezug haben. Dieses Jahr handeln sie davon, wie neue Ideen und Technologien helfen, die Städte der Zukunft zu bauen. Die jüngsten Schülerinnen und Schüler erfinden einen Roboter, der Personen selbstständig durch die Stadt transportiert. Der Roboter der mittleren Altersklasse muss alte Lampen korrekt entsorgen und sie durch smarte Lampen ersetzen. In der Altersklasse Senior bauen die Teams einen Roboter, der die IT-Infrastruktur einer Stadt modernisiert – auf dem Spielfeld selbstverständlich.

Am Wettbewerbstag muss die Maschine innerhalb von 120 Minuten zusammengebaut werden, ohne dabei im Voraus angefertigte Teile oder Anleitungen zu benutzen. Zusätzlich dazu soll eine erst am Wettbewerbstag veröffentlichte Zusatzaufgabe gelöst werden.

Jede Gruppe absolviert mehrere Durchgänge am Wettbewerbstisch, zwischen denen eine Umbau- und Verbesserungsphase eingeplant ist. So können nach jedem Lauf Roboter und Programmierung weiter perfektioniert oder auch die gesamte Wettkampfstrategie angepasst werden.

Freude am Lernen ist das Ziel

Am Ende zählen die besten Punktezahlen. Die Wettbewerbsaufgaben unterscheiden sich in der Schwierigkeit und Komplexität je nach Kategorie, sind aber weltweit identisch.

Bei diesem Wettbewerb geht es nicht nur ums Gewinnen, sondern auch um den Spass an Informatik und Robotik. Die Teilnehmer lernen für- und voneinander, gewinnen Einblicke in Robotik, Software-Design und Wissenschaften, die hinter all dem stecken. (az)