Brugg

Wohnmobilstellplatz: Stadtrat holt sich externe Hilfe

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Der Verein Tourismus Region Brugg setzt sich für einen Wohnmobilstellplatz ein. Die Abklärungen dafür sind laut Stadtrat mit beträchtlichem Aufwand verbunden.

Auf dem Areal der Badi in Brugg soll die Installation eines Wohnmobilstellplatzes geprüft werden. Das beantragte der Verein Tourismus Region Brugg im Mai dieses Jahres offiziell beim Stadtrat (die AZ berichtete). Das neue Angebot, bei dem sich Synergien mit den Badi-Betreibern ergeben könnten, soll sich explizit an Reisemobilisten richten, die typischerweise maximal 2 bis 3 Tage am selben Ort verbringen. Auf dem vorgeschlagenen Stellplatz zwischen Kanalstrasse und Aare könnten laut dem Tourismusverein zirka sieben Wohnmobile stationiert werden. Wenn der Betrieb durch das Badi-Personal während der normalen Öffnungszeiten geführt würde, entstünden keine zusätzlichen Kosten.

In der Anfrage wird mit Initialkosten von rund 75 000 Franken gerechnet für die Bodenbefestigung, das Einrichten der Wasserversorgung, der Abwasserentsorgung und des Stromanschlusses sowie für das Marketing. Geht es nach dem Businessplan des Tourismusvereins, könnte der Wohnmobilstellplatz bereits 2019 seinen Betrieb aufnehmen und wäre ab 2022 rentabel.

Stadt will Standorte evaluieren

Doch so schnell wird es nicht gehen. Schon Anfang Oktober sagte Bruggs Vizeammann Leo Geissmann auf Nachfrage der AZ, dass die entsprechenden Abklärungen noch am Laufen seien. Die Kosten konnten bis dahin noch nicht ermittelt werden und wurden daher nicht im Budget 2019 eingestellt.

Nun hat sich der Stadtrat per Brief beim Verein Tourismus Region Brugg gemeldet. Er bedankt sich für den Input zur Prüfung eines Wohnmobilstellplatzes auf dem Areal der Badi Brugg zuhanden der Tourismus- und Standortförderung der Stadt Brugg. «Gemäss ersten Vorabklärungen unserer Abteilung Planung und Bau ist die Prüfung des Vorhabens mit beträchtlichem Aufwand verbunden», schreibt der Stadtrat. Und weiter: «Wir beabsichtigen deshalb, im Jahr 2020 mit externer Hilfe mögliche Standorte für Wohnmobile zu evaluieren und eine grobe Kostenabschätzung vorzunehmen.»

Initiiert wurde dieses Thema im Januar 2014 vom damaligen Tourismusverein-Präsidenten Dietrich Berger.

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