Brugg

Wohnmobilstellplatz neben der Badi ist wieder Thema

Können Besucher der Badi Brugg in Zukunft vom Sprungturm auf einen Wohnmobilstellplatz blicken?

Können Besucher der Badi Brugg in Zukunft vom Sprungturm auf einen Wohnmobilstellplatz blicken?

Was dem Tourismusverein Region Brugg seit vier Jahren ein Anliegen ist, soll die Stadt nun ernsthaft prüfen.

Es war der frühere Präsident des Tourismusvereins Region Brugg, Dietrich Berger, der im Januar 2014 publik machte, dass er sich für den Bezirk Brugg einen kleinen Wohnmobilstellplatz mit Stromanschluss wünscht. «Wenn es in der Umgebung mindestens einen Abstellplatz hätte, würden die Reisenden bestimmt ein paar Tage in der Region Wasserschloss verbringen», sagte Berger damals.

Seither ist viel Wasser die Aare runtergeflossen. Diskutiert wurde schon bald ein Standort hinter dem Badi-Parkplatz in Villnachern. Vor zwei Jahren kam dann plötzlich noch eine weitere Variante neben der Brugger Badi ins Spiel. Doch so richtig um das Thema gekümmert hat sich nie jemand. Anfragen blieben liegen, nötige Gespräche wurden nicht geführt und fehlende Unterlagen über Jahre nicht nachgereicht.

Im Frühling 2016 wechselte Dietrich Berger vom Tourismusverein zum Präsidium des Gewerbevereins Zentrum Brugg. Stadtschreiber Yvonne Brescianini sagt auf Nachfrage der AZ: «Dieses Thema wurde bei uns einerseits wegen der fehlenden personellen Ressourcen nicht weiterbearbeitet. Andererseits ging der Stadtrat davon aus, dass für den Verein Tourismus Region Brugg ein Wohnmobilstellplatz in Villnachern im Vordergrund steht.»

Platz für sieben Wohnmobile

Gestern Dienstag reichte nun der Tourismusverein bei der Stadt einen offiziellen Antrag für die Prüfung eines Wohnmobilstellplatzes auf dem Areal der Badi Brugg ein. Darin ist die Rede von Reisemobilisten, die nicht mit Fahrenden zu verwechseln seien. «Reisemobilisten reisen normalerweise von Standort zu Standort und verbringen typischerweise maximal zirka 2 bis 3 Tage am selben Ort. Sie erkunden von ihrem mobilen Hotel aus die Region», heisst es im Antrag. Ein Stellplatz neben der Badi Brugg biete sich schon fast exemplarisch an, weil sich so Synergien mit deren Betreiberin ergeben.

Auf dem vorgeschlagenen Stellplatz zwischen Kanalstrasse und Aare könnten laut dem Tourismusverein zirka sieben Wohnmobile stationiert werden. Wenn der Betrieb durch das Badi-Personal während der normalen Öffnungszeiten geführt würde, entstünden keine zusätzlichen Kosten. Die Reisemobilisten bezahlen die Standmiete direkt in der Badi.

Der Tourismusverein wäre unter anderem dafür besorgt, dass der Reisemobilstellplatz in den einschlägigen Internetportalen und Reisemobilführern eingetragen wird. Gerechnet wird mit Initialkosten von rund 75'000 Franken für die Bodenbefestigung, das Einrichten der Wasserversorgung, der Abwasserentsorgung und des Stromanschlusses sowie für das Marketing. Geht es nach dem Businessplan des Tourismusvereins, könnte der Stellplatz 2019 seinen Betrieb aufnehmen und wäre ab 2022 rentabel.

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