Brugg
Wohnen in früheren Produktionsräumen: So soll den «Rütschi-Hallen» neues Leben eingehaucht werden

In Brugg liegt bis 14. Dezember der Gestaltungsplan «Rütschi-Hallen» auf. Dieser legt die Merkmale der künftigen Überbauung fest.

Michael Hunziker
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Die Visualisierung zeigt, wie sich das Rütschi-Areal dereinst präsentieren kann: Das bestehende Fabrikgebäude, so der Plan, wird mit Aufbauten erweitert.

Die Visualisierung zeigt, wie sich das Rütschi-Areal dereinst präsentieren kann: Das bestehende Fabrikgebäude, so der Plan, wird mit Aufbauten erweitert.

zvg/p-4 AG Bild: mhu (11. September 2019

Die ehemaligen Produktionsräume der Firma Rütschi Pumpen in Brugg sollen zu neuem Leben erweckt werden: Geplant sind knapp 30 Wohnungen sowie rund 300 Quadratmeter Gewerbeflächen. Ermöglicht wird die Umnutzung und Weiterentwicklung des rund 0,5 Hektaren grossen Areals unterhalb des Bahndamms mit dem Gestaltungsplan «Rütschi-Hallen».

Vorgesehen ist, das bestehende Fabrikgebäude mit verschiedenen Aufbauten zu erweitern. Ebenfalls erfolgen soll ein Teilabbruch zu Gunsten eines begrünten Innenhofs. Wesentliche Elemente des architektonisch wertvollen Bestands, so das Ziel, bleiben erhalten. Der Aussenraum werde attraktiv gestaltet, die Parkierung weitgehend im Untergeschoss untergebracht.

Gemäss Richtprojekt des Büros p-4 AG aus Zug werden spezifische Wohnformen für die bestehende Struktur entwickelt. Das vielfältige Angebot umfasse Wohnungen mit Flächen zwischen 60 und 180 Quadratmetern. Das Richtprojekt dient als Basis für den Gestaltungsplan. Dieser wiederum legt die wesentlichen Merkmale der zukünftigen Überbauung, der Umgebungsgestaltung sowie der Erschliessung fest.

Bei Mitwirkung wurden fünf Eingaben eingereicht

Die Vorlage zum Gestaltungsplan «Rütschi-Hallen» trage dem raumplanerischen Ziel einer hochwertigen Siedlungsentwicklung nach innen sowohl durch den angestrebten sorgfältigen Umgang mit dem Bestand als auch hinsichtlich der angestrebten Einwohnerdichte angemessen Rechnung, heisst es in der Gesamtbeurteilung des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt.

Erstellt wurden die Gebäude an der Ecke Herzogstrasse/Dammweg in den Fünfziger- und Sechzigerjahren.

Erstellt wurden die Gebäude an der Ecke Herzogstrasse/Dammweg in den Fünfziger- und Sechzigerjahren.

zvg/p-4 AG Bild: mhu (11. September 2019

Und das Fazit im Fachbericht von Architekt Felix Fuchs, Aarau, lautet: «Mit dem Gestaltungsplan ‹Rütschi-Hallen› werden die mit dem kantonalen Richtplan, dem räumlichen Entwicklungsleitbild und der Innenentwicklungsstrategie angestrebte hochwertige und nachhaltige Nutzung, Erschliessung, Überbauung und Gestaltung eines ehemals bedeutenden industriellen Produktionsareals in Form einer Transformation, Erneuerung, Ergänzung und Weiterentwicklung der erhaltenswerten Substanz ermöglicht.»

Die Unterlagen liegen bis 14. Dezember öffentlich auf und sind einsehbar auf der Website der Stadt Brugg sowie – auf telefonische Anmeldung – auf der Abteilung Planung und Bau.

Das Mitwirkungsverfahren fand im September und Oktober des vergangenen Jahres statt. Fünf schriftliche Eingaben wurden gemäss Stadtrat fristgerecht eingereicht. Themen waren etwa die Verkehrsführung, die Parkierung oder die Gebäudehöhen.

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