Bözen
Wohnen im Alter: Die Pionierin gibt ihr Amt weiter

Zwölf Jahre lang hat sich Verena Erb als Präsidentin um die Wohngenossenschaft gekümmert. Das Projekt hat nun auch eine Nachbargemeinde auf den Plan gerufen.

Claudia Meier
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Schlüsselübergabe

Schlüsselübergabe

Claudia Meier (cm)

Sie sind aus dem Dorfzentrum von Bözen nicht mehr wegzudenken: die vier von der Genossenschaft «Wohnen im Alter Bözen und Umgebung» in zwei Etappen erstellten Liegenschaften mit je sechs Wohnungen auf der Gässlimatt. Als Präsidentin setzte sich Verena Erb von Anfang mit grosser Leidenschaft für die Realisierung dieses Vorzeigemodells ein.

«Jetzt kann ich meine Hände in den Schoss legen und Abschied nehmen von zwölf Jahren ‹Wohnen im Alter›», sagte Erb an der Generalversammlung am Freitagabend in Bözen. «Nur dank einem Baurechtsvertrag und dem entsprechenden Goodwill der Gemeinde Bözen wurde dieses Projekt möglich», betonte die scheidende Präsidentin, die selbst 20 Jahre im Gemeinderat, 12 davon als Ammann tätig war.

Genossenschaft schreibt Gewinn

Momentan zählt die Genossenschaft 163 Mitglieder. Der Jahresgewinn betrug letztes Jahr rund 54'460 Franken. «Wir müssen darauf achten, dass wir genügend flüssige Mittel haben», betonte Erb.

Als letzte Amtshandlung führte sie die Gesamterneuerungswahlen der Vorstandsmitglieder durch. Zu ihrem Nachfolger gewählt wurde Notar Lukas Knecht aus Hornussen. Vizepräsident ist Urs Frei aus Bözen. Weiterhin gehören dem Vorstand an Dora Frey (Effingen) und Barbara Brogle (Bözen).

Ammann von Effingen hat eine Bitte

«Vreni Erb war das Herz und die Seele der Gässlimatt. Sie kümmerte sich nicht nur um die Bauten, sondern auch darum, dass es allen Bewohnern gut geht», schilderte Urs Frei. Schon 15 Jahre vor der Genossenschaftsgründung hatte sie diese Vision. Mittlerweile habe sie Leute aus der halben Schweiz durch das neue Quartier geführt. Gleiche Liegenschaften entstanden in Mandach.

Gemeindeammann Robert Schmid aus Bözen dankte Erb, dass sie vorausging und im Gässlimatt-Hof einen neuen Treffpunkt geschaffen habe. Zum Versammlungsschluss sagte Andreas Thommen, Ammann von Effingen: «Wir haben schönes Bauland, das sich für Alterswohnungen eignen würde, und bitten den Vorstand, sich mal damit zu beschäftigen.»