Birr/Lupfig
Wo der Schellen-Ursli ein Fondue isst: Vielfältiges Brötli-Examen in Birr

Rund 800 Schülerinnen, Schüler und Kindergärtler der Gemeinden Birr, Lupfig, Birrhard und Scherz haben für farbenfrohes Spektakel am Brötliexamen-Sonntag gesorgt. Die Feldmusik Lupfig und die Musikgesellschaft Schinznach-Dorf begleiteten den Umzug.

Irene Hung-König (Text und Fotos)
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Brötliexamen Wohin führt der Weg, falls eine Rast nötig wäre, sind Servelat und Bratwurst dabei
18 Bilder
Brötliexamen Übergross Toblerone aus dem Wallis sind am Umzug dabei
Brötliexamen Schule Birrhard mit Motiven der Schellen-Ursli Geschichte
Brötliexamen Scherz mit Blumenkränzchen und Glocken um den Hals
Brötliexamen Rot soweit das Auge reicht Die Hopp-Schwiiz-Delegation präsentiert sich
Brötliexamen Prost mit der Scherzer Schulpflege
Brötliexamen Maitre chocolatier mit riesigen Schwingbesen und Kochmützen
Brötliexamen Läckerli und Gummibärli für die Gäste am Strassenrand
Brötliexamen Kindergarten Lupfig macht als Zwergli mit
Brötliexamen Kinder rennen los
Brötliexamen Birr 2014
Brötliexamen Dirigent René Niederhauser führt die Feldmusik Lupfig am Umzug an
Brötliexamen Die übergrossen Armbanduhren hängen lässig über die Schulter
Brötliexamen Die Sonnenstube der Schweiz ist durch gelati e sole vertreten
Brötliexamen Die Aargauer zeigen sich nicht mit Engels- sondern mit Rüebliflügeli
Brötliexamen Captain Green verzaubert Elena
Brötliexamen Captain Green lässt mit seiner Helferin den Tisch schweben
Brötliesamen Kinder machen bei Zaubershow lautstark mit

Brötliexamen Wohin führt der Weg, falls eine Rast nötig wäre, sind Servelat und Bratwurst dabei

Irene Hung-König

Auf der Umzugsroute, die vom Haus Eigenamt nach Birr ins Schulzentrum Nidermatt führte, bot sich ein Bild kulinarischen Genusses. Auch Geografie und Geschichte wurden gestalterisch umgesetzt. Mit Kochmützen ausgestattete und mit riesigen Schwingbesen hantierende «maître chocolatiers» präsentierten süsse Versuchungen, die Walliser Toblerone thronte übergross auf den Schultern der Oberstufenschüler.

Schellen-Ursli und Cervelats

Das Thema «Die Schweiz – ein kleines Land, grosse Vielfalt» wurde auf vielfältigste Art und Weise umgesetzt. Die Schule Birrhard zeigte die Geschichte des Schellen-Ursli auf grossen Plakaten, die Kinder stolzierten dazu in Tracht und mit selbstgebastelten Glocken um den Hals im Umzug mit.

Mit Wegweisern und Landkarten waren die Oberstufenschüler unterwegs, die Rastverpflegung hatten sie ebenfalls dabei: aufgespiesste Cervelats und Bratwürste.

Ganz in Rot kam die Delegation daher, die auf ihren Schildern «Hopp Schwiiz» in verschiedenen Sprachen geschrieben hatte. Die 4. Sekundarschule Lupfig zeigte sich international mit italienischen, kosovarischen, albanischen Flaggen oder derjenigen der USA.

Marken made in Switzerland

Die zahlreichen Gäste am Strassenrand wurden nicht nur mit Fondue, Gelati oder Schokolade «gluschtig» gemacht, sie erhielten auch Präsente in Form von Basler Läckerli, Gummibärli oder Parkscheiben. Die Scherzer schenkten Wein aus und prosteten sich an diesem sonnigen aber kalten Sonntag zu.

Marken wie Victorinox, die Banken, Swatch oder Lindt wurden präsentiert. Aber auch Traditionen wie das Zürcher Sechseläuten, das Waldmanndli Uri , der Maibaum und gar der Samichlaus hatten ihren Auftritt.

Captain Green eingeflogen

Für die Festrede flog das OK den Zauberer Patrick Aeschbach alias Captain Green auf die Birrer Nidermatt ein. Dieser zog die Kinder mit seinen Tricks von Anfang an in seinen Bann. Er lehrte die Kleinen auch, wie sie Bewunderung angemessen äussern können – etwa für sein indisches Zauberwasser: «Ein gutes Publikum macht ‹aaaaah› und ‹ooooh›, wenn ich von meinem Zauberwasser erzähle», erklärte Captain Green. Das liessen sich die Kinder nicht zweimal sagen: Jeder Ring- oder Tiertrick wurde fortan durch ein lautstarkes ‹aaaaah› und ‹oooooh› eröffnet. Captain Green liess die Meersäuli Chantal und Roberto erscheinen sowie Tische schweben. Auch Schülerin Elena ging liegend und ohne ihr Zutun in die Luft. Die Feldmusik Lupfig schloss die Feier mit dem Marsch «Diavolezza». Nur Minuten später wurden die Kinder mit den tradtionellen Brötli gesichtet, die sogleich verschlungen wurden.