«Ich habe gerade ein ChampagnerTruffes probiert. Einfach wunderbar», sagt Besucher Roger Lörtscher aus Veltheim, der zusammen mit seiner Partnerin Esther Kirchhofer den Neubau der Bäckerei-Confiserie Richner AG in Veltheim besichtigt. Sie kennen die Richner bestens. «Für meine fünfjährige Enkelin werde ich wiederum hier einen Osterhasen besorgen», betont Lörtscher.

Von der Auswahl her dürfte dies kein Problem sein, werden doch 2000 solcher Hasen bis Ostern produziert. Wie das genau vonstattengeht, konnten die Besucher aus erster Hand von Inhaber Karl Richner erfahren. «Die Hasenform wird mit weisser, dunkler und allenfalls farbiger Couverture geschminkt und mit Couverture gefüllt. Stehend wird sie so lange sanft gerüttelt, bis das «braune Gold» gleichmässig verteilt ist. Nach dem Auskühlen wird die Form entfernt und der Hase je nachdem noch weiter verziert und schlussendlich verpackt», skizziert Richner den Entstehungsprozess.

Couverture als Basis

«Zwei Drittel unserer Hasen sind aus Milchcouverture, die restlichen aus schwarzer und weisser Couverture», sagt Andi Lüscher, Leiter Confiserie und Mitglied der Geschäftsleitung. Als Basis für alle Schokoladenprodukte, auch die Pralinés, dient die Couverture. Die edle Couverture hat im Gegensatz zu Industrieschokolade einen höheren Kakaoanteil. Mit verschiedenen Zutaten werden gut 35 Praliné-Sorten hergestellt. Es erstaunt deshalb nicht wirklich, dass sich am Samstag vor allem dort immer eine Traube Besucher befand, wo man verschiedenste Pralinen probieren durfte. Angelockt vom feinen Duft liess es sich niemand entgehen, etwa ein Nougat-Caramel, Batida de Cocos oder einen Himbeer-Vanilletraum zu kosten. Das Urteil unisono «einfach fein». Nebst Osterhasen und Pralinés sind vor allem auch die Schoggistängeli ein Renner. Für die Schokoladen-Kreationen verarbeitet die Richner AG jährlich 1,5 Tonnen Couverture.

«Es freut uns, dass so viele Besucher den Weg zu uns gefunden haben», sagt Barbara Richner, die zusammen mit ihrem Mann Karl den Betrieb in siebter Generation führt. Im Vorfeld sei es immer schwierig abzuschätzen, wie gross das Interesse sein könnte.

Um einem möglichen Ansturm Herr zu werden, wurde im ersten Besichtigungsraum, in dem neu die Konditorei untergebracht ist, ein Film zur Firmengeschichte gezeigt. Im zweiten durfte man in die Welt der Confiserie eintauchen, die nun im Neubau untergebracht ist. Im Neubau befindet sich auch ein gekühlter Lagerraum im Untergeschoss. Der Neubau mache Freude, helfe dank dem gewonnenen Platz, die internen Abläufe zu optimieren, ziehen die Richners Bilanz.