Ein komplexes Werk ist unter Dach und Fach: Mit 30 zu 0 Stimmen hat der Windischer Einwohnerrat am Mittwochabend der Gesamtrevision der Nutzungsplanung klar zugestimmt – mit Ausnahme der zuvor genehmigten Rückweisungen. Anwesend waren 36 von insgesamt 40 Einwohnerräten.

Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich zu den Rückweisungsanträgen der SP-Fraktion zur Umzonung der Kindergärten Klosterzelg, Dohlenzelg, Wallweg sowie Unterdorf. Nach Ansicht von Paul Bitschnau sollen diese Areale im Eigentum der Gemeinde bleiben und kommenden Generationen zur Verfügung stehen. Die Vertreter der FDP hielten dagegen. Es gelte, langfristig zu denken und Handlungsspielraum zu haben, sagte etwa Martin Gautschi. Angenommen wurde schliesslich einzig der Rückweisungsantrag für die Umzonung des Kindergartens Dohlenzelg.

FDP- und SP-Anträge abgelehnt

Keine Zustimmung fanden der Rückweisungsantrag der SP für die Umzonung der Gemeindehaus-Parzelle sowie die Anträge der FDP zu den geplanten Grünzonen in den Gebieten Chapf/Sandacker, oberes Moos und Rütene. Diese seien in die angrenzenden Zonen umzuzonen, forderte Philipp Umbricht, um auch künftig sinnvolle Lösungen zu ermöglichen. Ebenfalls abgelehnt wurde der Antrag der FDP, das Gebiet nördlich der Hauserstrasse und südlich des Bahnhofs sei der Zone W3 und WA3 zuzuweisen, um ein Vollgeschoss mehr zuzulassen.

Kein Gehör fand auch Stefan Fehlmann (EVP), der sich für eine Zuweisung der Parzellen am Rosenweg 9 und am Kapellenweg 8 in die Zone WA3 einsetzte. Martin Schibli (EVP) forderte eine Rückweisung des gesamten Bauzonenplans – zur Überarbeitung, weil die kommunale Mehrwertabgabe bei Umzonungen nicht einheitlich behandelt worden sei. Sein Antrag wurde deutlich bachab geschickt.

Gemeinnütziger Wohnungsbau soll gefördert werden

Im Anschluss an die BNO-Diskussion befand der Einwohnerrat über zwei Motionen der SP, wobei eine in ein Postulat umgewandelt wurde. Nach intensiver Diskussion sagte der Rat Ja zur Forderung der SP, im Gebiet Winkel 30% gemeinnützigen Wohnungsbau vorzusehen. Allerdings brauchte es dazu den Stichentscheid des Einwohnerratspräsidenten. Abgelehnt wurde hingegen das Postulat, das eine Fachkommission Nachverdichtung verlangte.