Windisch

Windischer Einwohnerrat erhöht die Löhne für die Integration

Mit der Schulraumplanung ist der Neubau des Schulhauses Dohlenzelg vorgesehen.

Schulanlage Dohlenzelg

Mit der Schulraumplanung ist der Neubau des Schulhauses Dohlenzelg vorgesehen.

Der Einwohnerrat Windisch hat am Mittwochabend das Budget 2019 mit einem Steuerfuss von 115 Prozent ohne Gegenstimmen genehmigt.

Mit der Schulraumplanung – und damit dem Bau eines neuen Schulhauses Dohlenzelg – kommen grosse Aufgaben auf die Gemeinde Windisch zu. 2020 sind vorgezogene Investitionen vorgesehen: in die Umnutzung des Lernschwimmbeckens mit 1,9 Mio. Franken sowie in die Schulküche Chapf mit 850 000 Franken. Weitere happige Brocken stehen in den folgenden Jahren an.

Die Einwohnerräte sind sich an der Sitzung am Mittwochabend einig gewesen, dass diese – notwendigen – Investitionen zum jetzigen Zeitpunkt getätigt werden sollen. Gemeindepräsidentin Heidi Ammon wies darauf hin, dass von den geplanten Nettoinvestitionen von rund 4,33 Mio. Franken nur rund 2,02 Mio. Franken selbstfinanziert sind, was einem Selbstfinanzierungsgrad von 47 Prozent entspricht.

Lob gibt es für die detaillierten Erläuterungen

Erfreut zeigten sich die Vertreter von links bis rechts über das ausgewogene Budget, den erwarteten Gewinn von insgesamt 145 600 Franken sowie die detaillierten Erläuterungen. Für Toni Burger (CVP) müssen aber Sparbemühungen eingeleitet werden, um den Selbstfinanzierungsgrad wieder erhöhen zu können.

Luzia Capanni (SP) stellte fest, dass in den letzten Jahren die Einnahmen stets unterschätzt worden seien, die Selbstfinanzierung stets höher gewesen sei als erwartet. Sie zeigte sich etwas ratlos und wünschte wieder mehr Realismus bei der Budgetierung der Einnahmen. Sonst könne die Glaubwürdigkeit leiden.

Anders sahen es Karin Hefti (FDP) sowie Philipp Ammon (SVP). Es sei ihm recht, wenn die Zitrone nicht bereits frühzeitig mit dem Budget ausgepresst werde, sagte Letzterer. Erstere betonte, dass eine eher konservative Budgetierung gang und gäbe sei.

In der Detailberatung hatte der Gemeinderat nur wenige Fragen zu beantworten – unter anderem zu den Beiträgen für die Spitex oder den Defizitbeiträgen für den Campussaal.

Die heutigen Ressourcen sind knapp bemessen

Luzia Capanni stellte den Antrag, das Pensum für die Integration und die Lohnsumme um 15 000 Franken auf 45 750 Franken zu erhöhen. Sie verwies auf die heute knappen Ressourcen. Ihr sei es ein grosses Anliegen, dass die Gemeinde zur Integration von ausländischen Bewohnerinnen und Bewohnern beitrage.

Fabian Schütz (SVP) war anderer Ansicht. Integration könne nicht befohlen werden, finde etwa in den Vereinen statt, hielt er fest. Solche – wünschbaren – Ausgaben müssten hinten anstehen, Priorität habe der Bau des geplanten neuen Schulhauses. Eine Mehrheit hatte wenig Gehör für diese Ausführungen, der Antrag wurde mit 23 zu 15 Stimmen angenommen.

Das Budget 2020 mit einem Steuerfuss von 115 Prozent haben die anwesenden 38 Einwohnerräte in der Folge ohne Gegenstimmen bewilligt.

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