Windisch
Vereinzelt regnet es rein: Heilpädagogische Schule soll nun nicht nur ein neues Dach bekommen

An einer seiner nächsten Sitzungen stimmt der Einwohnerrat über die beiden Verpflichtungskredite für die Dachsanierung der Tagesschule und für die Installation einer Fotovoltaikanlage ab. Das sind die Varianten.

Maja Reznicek
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Die HPS (Gebäude in der Bildmitte) soll bis Herbst 2022 ein neues Dach bekommen.

Die HPS (Gebäude in der Bildmitte) soll bis Herbst 2022 ein neues Dach bekommen.

Claudia Meier (24. September 2021)

Eigentlich war die Instandsetzung des Dachs gemäss der Liegenschaftsstrategie des Kantons bereits vor zwei Jahren vorgesehen. Aus verschiedenen Gründen – etwa der Standortfrage der Heilpädagogischen Schule Windisch (HPS) – wurde jedoch zugewartet, heisst es in der aktuellen Botschaft zum Projekt.

Der Gemeinderat schreibt darin:

«Das Dach der HPS hat den Zenit überschritten, sodass eine Sanierung erfolgen muss.»

Der Bau der Schulgebäude, die mit einer hinterlüfteten Flachdachkonstruktion versehen sind, erfolgte in den frühen 1990er-Jahren. Dem Dach ist sein Alter anzumerken: Es befindet sich laut der Exekutive in einem schlecht unterhaltenen Zustand, die Absturzsicherung fehlt und die Dachhaut (Kunststofffolie) ist in den Ecken teilweise stark gespannt und läuft Gefahr zu reissen. In der Vergangenheit sei es vereinzelt zu Wassereintritten gekommen.

Dahingegen zeigte sich jedoch bei der Dachsondierung im November 2020, dass die Unterkonstruktion intakt und die Holzkonstruktion grundsätzlich trocken ist.

Die Gesamtkosten für Variante 1 liegen bei 925'000 Franken

Ab Juni bis Oktober 2022 soll eine komplette Erneuerung der Flachdachabdichtung und des entsprechenden darüberliegenden Aufbaus sowie aller An- und Abschlüsse stattfinden. Im Kostenplan werden zwei Varianten für die Sanierung berücksichtigt: Bei der vom Gemeinderat empfohlenen Variante 1 erfolgt die Erneuerung der Abdichtung inklusive des Einbaus einer Gefälledämmung.

Dazu kommt der Aufbau einer extensiv begrünten und ökologisch attraktiven Dachlandschaft sowie die Installation eines Sicherungssystems zur Bewirtschaftung der Dachflächen. Die Gesamtkosten umfassen dafür laut Botschaft 925'000 Franken, die durch die Rückerstattungen des Kantons vollumfänglich gedeckt werden.

Fotovoltaikanlage könnte Strombedarf von 12 Haushalten decken

Die Variante 2 sieht ergänzend zu den Massnahmen der Variante 1 den Einbau einer zusätzlichen Wärmedämmung vor. Dadurch entstünden Mehrkosten von 73'000 Franken zu Lasten der Einwohnergemeinde. Gemäss Auskunft des beigezogenen Bauphysikers besteht aber kein Handlungsbedarf, der heutige Dämmwert sei immer noch gut und eine Verbesserung bringe nur sehr geringen energetisch Nutzen.

Neben der Sanierung ist die Installation einer Fotovoltaikanlage auf der Dachfläche des neuen Schultrakts für 86'000 Franken (Förderbeiträge abgezogen) angedacht. Diese würde mit einer Leistung von 36,5 kWp und einem Gesamtertrag von 34'360 kWh den Strombedarf von zirka zwölf Haushalten abdecken. Die Finanzierung liegt bei der Gemeinde.

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