Dohlenzelg
Windisch stellt Weiche für Schulraum

Der Einwohnerrat entscheidet über einen Verpflichtungskredit über 1,87 Millionen Franken für die Projektierung des Neubaus der Schulanlage Dohlenzelg.

Janine Müller
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Das Projekt "Grosse Mitte", hier ein Schnitt durch das Modell, wurde von Begleit- und Echogruppe sowie Gemeinderat favorisiert und wird nun weiterverfolgt.

Das Projekt "Grosse Mitte", hier ein Schnitt durch das Modell, wurde von Begleit- und Echogruppe sowie Gemeinderat favorisiert und wird nun weiterverfolgt.

Die Schulraumplanung wird die Gemeinde Windisch in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen. Die Entwicklungsstudie über das Areal Chapf-Dohlenzelg ist abgeschlossen. Die Schulraumplanung hat ergeben, dass eine Sanierung der bestehenden Gebäude der Primarschulanlage Dohlenzelg dringend notwendig ist. Zudem müssen gemäss Gemeinderat die Schulräume im Pavillon dringend ersetzt werden. Die Kreditabrechnung Entwicklungsstudie über rund 153'000 Franken wird dem Einwohnerrat an der nächsten Sitzung vorgelegt.

An der gleichen Sitzung wird das Gemeindeparlament über die Fortführung des Projekts entscheiden. Zur Diskussion steht der Verpflichtungskredit für die Projektierung des Neubaus Schulanlage Dohlenzelg. Dieser beträgt 1,87 Millionen Franken.

Zur Teilnahme an der Ideenstudie hatten sich neun Teams beworben. Drei davon kamen in die nähere Auswahl: Itten + Brechbühl aus Basel, Ebinger Kuwatsch Architektur und Städtebau aus Zürich sowie Tschudin + Urech aus Brugg.

Der Auftrag an die Teams: Mit einem Volumenmodell ein städtebauliches Konzept entwickeln und aufzeigen. Die Standorte der einzelnen Bauten und die Gestaltung der Freiräume mussten ebenfalls aufgezeigt werden. Genauso wie die Erschliessungen und die Verbindungen untereinander. Vorgegeben war, dass die Teams die Variante einer Sanierung und Erweiterung der bestehenden Primarschulanlage der Variante eines Ersatzneubaus gegenüberstellten und bewerteten.

Komplett neu gedacht

Das Rennen machte am Ende das Team Ebinger Kuwatsch (die AZ berichtete). Die eingereichten Arbeiten wurden von einer Begleitgruppe mit Vertretungen aus Gemeinderat, Schule, Abteilung Planung und Bau sowie Fachplaner, aber auch von einer Echogruppe mit Vertretern des Einwohnerrats beurteilt. Beide, Begleitgruppe und Echogruppe, empfahlen einstimmig das Projekt der Zürcher. Der Gemeinderat fällte am Schluss den Entscheid.

Die Begründung für die Wahl von Ebinger Kuwatsch: Als Einziges habe dieses Team die Schulanlage nach einer sorgfältigen Analyse und mehreren Lösungsvarianten gänzlich neu gedacht, heisst es in der Vorlage an den Einwohnerrat. Bekannt ist die Idee von Ebinger Kuwatsch unter dem Namen «Grosse Mitte». Das neue Schulhaus ist flach und relativ breit angedacht. Der Neubau der Schulanlage Dohlenzelg beinhaltet eine Anlage für eine doppelt geführte Primarschule samt den notwendigen Spezial- und Nebenräumen, Lehrerarbeitsplätzen, Lehrerzimmer, Doppelturnhalle samt Garderoben und Nebenräumen sowie einem Doppelkindergarten samt Arbeits- und Nebenräumen. Dazu kommen noch die Räume für die Tagesstrukturen.

Was passiert mit Sportanlage?

Zum Projekt dazu gehört auch die Überlegung, was mit der Kochschule passiert. Diese sei eigentlich Teil der Sereal und nicht der Primarschule und soll entsprechend der richtigen Schulstufe zugeordnet werden.

Auch die Bedürfnisse bezüglich Sportanlage von Schule und Sportvereinen müssen noch aufgenommen werden. Ebenso ein Thema wird die Bibliothek. «Der Treppenlift zur Bibliothek ist stark störungsanfällig. Der Bau eines Aussenlifts oder gar ein neuer Standort sind zu prüfen», heisst es in der Einwohnerratsvorlage. Stimmt der Einwohnerrat dem Projektierungskredit zu, wird das Planerteam in einem Vorprojekt nochmals zwei bis drei unterschiedliche Konzepte ausarbeiten. Verbesserte Lösungsansätze aufgrund der Auswertung der Studie bilden die Basis. Am Schluss sollen die Konzepte verglichen werden.

Der Gemeinderat rechnet zurzeit mit einer Gesamtbausumme von 25 Mio. Franken für den Ersatzneubau für das Schulhaus Dohlenzelg. Geht der Zeitplan auf, wird die Windischer Bevölkerung im April 2020 über den Verpflichtungskredit für den Neubau abstimmen. Die Inbetriebnahme des neuen Schulhauses soll im Sommer 2023 erfolgen.

Auftraggeber für die Projektierung ist die Gemeinde Windisch, vertreten durch den Gemeinderat. Eine Begleitgruppe – bestehend aus Vertretern des Gemeinderats, der Schulpflege, der Schulleitung sowie der Verwaltung und Fachleuten – wird ebenfalls eingesetzt.

Einwohnerrat, 25. Oktober und 1. November, 19 Uhr, 8. Stock Gemeindehaus.