Windisch
Windisch: Standortförderung ja, aber ohne neue Stelle für die Leitung

Das Konzept «Standortförderung» in Windisch liegt vor, verschiedene Massnahmen werden bearbeitet. Eine neue Stelle für die Leitung Standortförderung möchte der Gemeinderat Windisch aber nicht schaffen.

Michael Hunziker
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Für die Bevölkerung und die Wirtschaft sollen in Windisch gute Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Für die Bevölkerung und die Wirtschaft sollen in Windisch gute Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Frank Reiser

Der Gemeinderat Windisch ist sich bewusst, dass die Standortförderung «eine wichtige Stellung für eine prosperierende Entwicklung» einnimmt.

Einerseits sollen die Rahmenbedingungen für die Bevölkerung und die Wirtschaft verbessert, die Attraktivität für Bewohner und Beschäftigte erhöht werden. Andererseits gilt es, die Vorzüge und Stärken von Windisch überregional bekannt zu machen.

Bericht im Einwohnerrat

Am 16. Oktober stehen im Einwohnerrat der Zwischenbericht über die Motion «Professionelles Standortmarketing» sowie das Konzept «Standortförderung» zur Diskussion.

«Eine nachhaltige Standortförderung bedarf einer intensiven Aufbauarbeit. Erfahrungen aus anderen Städten und Gemeinden zeigen, dass dafür mehrere Jahre notwendig sind», hält der Gemeinderat in seiner Botschaft an den Einwohnerrat zum Konzept fest.

In Windisch seien punktuell immer wieder Anstrengungen unternommen worden, optimale Voraussetzungen bieten zu können. Denn Bevölkerung, Gewerbe und Vereine sollen sich weiterhin wohlfühlen, damit sie sich mit dem Standort identifizieren und sich für ihn einsetzen.

Laut Gemeinderat werden unter dem Blickwinkel der Standortförderung bereits heute viele Massnahmen umgesetzt und über das jährliche Budget genehmigt.

Praktisch ein Selbstläufer

Von der Anstellung einer Leitung Standortförderung sieht der Gemeinderat derzeit ab.

Als Grund führt er aus, dass sich die Vermarktung des Wohnraums «praktisch als Selbstläufer» entpuppe, die Ansiedlung von Unternehmen durch die verfügbaren Ressourcen – Land, Räumlichkeiten – begrenzt seien.

Überdies sei die Nutzung von Synergien in der Zusammenarbeit mit der Standortförderung Brugg Regio sowie mit der Stadt Brugg vorgängig auszuloten. Kurz: «Konsequenterweise wurden die Kosten nicht ins Budget 2014 eingestellt», führt der Gemeinderat aus.

Konzept erarbeitet

Rückblick: Die Motion «Professionelles Standortmarketing» wurde im Oktober 2010 eingereicht und im Januar 2011 überwiesen.

Gefordert wurde auch eine befristete Stellenaufstockung. Eine Arbeitsgruppe mit Heidi Ammon (Gemeinderat), Kurt Schneider (Abteilung Planung und Bau) sowie André Gigandet (Verwaltungsleitung) hat ein Konzept erarbeitet, das vom Gemeinderat im September dieses Jahres verabschiedet wurde.

Einwohnerrat Windisch: Mittwoch, 16. Oktober, 19 Uhr, Gemeindesaal im Gemeindehaus, 8. Stock.

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