Windisch
Für das Medien- und Informatikkonzept der Schule braucht es mehr Geld

Anpassungen drängen sich auf beim Medien- und Informatikkonzept der Schule Windisch: An der Oberstufe sollen künftig alle Schülerinnen und Schüler ihr persönliches Gerät erhalten

Michael Hunziker
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Sie werden fit für die digitale Welt: Blick in ein Zimmer, in dem die 1. Sekundarschulklasse an den Mathematikaufgaben tüftelt.

Sie werden fit für die digitale Welt: Blick in ein Zimmer, in dem die 1. Sekundarschulklasse an den Mathematikaufgaben tüftelt.

Bild: Irene Hung-König (24. März 2021)

Mehr Geräte für die Ober- sowie die Primarstufe: Beim Medien- und Informatikkonzept der Schule Windisch sollen Anpassungen vorgenommen werden. Der Einwohnerrat entscheidet an seiner nächsten Sitzung über einen Zusatzkredit von 212'000 Franken sowie einen Nachtragskredit von 34'500 Franken zu Lasten des Budgets 2021.

Allzu lange ist es nicht her: Im Januar des vergangenen Jahres genehmigte der Windischer Einwohnerrat den Kredit von 695'000 Franken für das Medien- und Informatikkonzept der Schule. Inzwischen kam es zu Veränderungen bei der Organisation sowie bei den Anforderungen an das Netzwerk. Ebenfalls wurde, führt der Gemeinderat in der Botschaft an den Einwohnerrat aus, «die Priorität der Schulinformatik durch die Coronapandemie und der damit verbundenen Schliessung der Schulen von einem Tag auf den anderen hochgestuft».

Die Informatik blieb eine grosse Herausforderung

Während des Homeschoolings sowie in den Folgemonaten konnten viele Erfahrungen gesammelt werden mit den neuen Unterrichtstechnologien. Es zeigte sich, so die Behörde, dass mit den neuen Ansprüchen einige Punkte des Einführungskonzepts nicht sinnvoll umgesetzt werden können. Die Informatik, die sich in den vergangenen zwölf Jahren sehr heterogen entwickelt hatte, sei eine ausserordentlich grosse Herausforderung geblieben. Zudem kam es durch die coronabedingten längeren Lieferzeiten für die Hardware zu Verzögerungen.

Mit dem Zusatzkredit sollen hauptsächlich die Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe künftig mit persönlichen Geräten ausgestattet werden. Der sogenannte 1:1-Ausbaustandard der Oberstufe bietet gemäss Gemeinderat diverse grosse Vorteile: die Geräte können individuell und vielseitig in verschiedenen Fächern und in unterschiedlichen Lernsituationen eingesetzt werden, ermöglicht wird eine effiziente und fächerübergreifende Nutzung.

Ebenfalls als notwendig erachtet wird die Anpassung an der Primarstufe auf 10 Geräte pro Klasse. Ursprünglich wurde von ein Gerät pro drei Schüler ausgegangen. «In der Praxis funktioniert diese Aufteilung jedoch nicht», stellt der Gemeinderat fest. Die nur leicht höhere Anzahl an Geräten entlaste die Lehrpersonen bezüglich Organisation immens und minimiere den Zeitaufwand enorm.

Kurz: Das ursprünglich vom Einwohnerrat genehmigte Konzept ging von 585 Geräten aus. Neu ist die Rede von insgesamt 904 Geräten.

Alle sollen möglichst die gleichen Chancen haben

Die Schulpflege ist vom neuen Ausstattungskonzept überzeugt, um allen Schülerinnen und Schülern möglichst die gleichen Chancen für das neue Lernen zu ermöglichen:

«In einer sich immer weiter entwickelnden digitalen Welt ist die Vermittlung von digitalen Grundkenntnissen in der Schule wichtiger denn je. Dabei ist der Einsatz von digitalen Medien wie Tablets und Laptops im Unterricht ein Muss.»

Auch das Homeschooling habe klar gezeigt, «dass bei weitem nicht alle Schülerinnen und Schüler die notwendigen Mittel zu Hause besitzen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden», so die Schulpflege.

Der Gemeinderat ist sich ebenfalls sicher, dass mit der Anpassung des Ausstattungsstandards die richtigen Weichen gestellt werden. Windisch könne sich dadurch weiterhin als attraktive Wohn- und Bildungsgemeinde positionieren.

Einwohnerrat Mittwoch, 16. und 23. Juni, 19 Uhr, Campussaal.