Windisch
«Es hat einen parkähnlichen Charakter»: Der Friedhof erhält ein zweites Urnenplattengrabfeld

Eingeweiht wurde die Ruhestätte am Donnerstag, 4. November, in einer Feier mit der reformierten und katholischen Kirchgemeinde. Wie viel Platz das neue Grabfeld bietet und wie es sich vom ersten unterscheidet.

Carla Honold
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Die Pfarrerin der reformierten Kirchgemeinde Windisch, Ursina Bezzola (rechts), und Maria Daetwyler, Seelsorgerin des katholischen Kirchenzentrums St. Marien, weihen das Grabfeld ein.

Die Pfarrerin der reformierten Kirchgemeinde Windisch, Ursina Bezzola (rechts), und Maria Daetwyler, Seelsorgerin des katholischen Kirchenzentrums St. Marien, weihen das Grabfeld ein.

Carla Honold

«Für die meisten Urnenbeisetzungen in Windisch wird das Urnenplattengrabfeld gewählt», weiss Stefan Wagner, Leiter der Gemeindekanzlei Windisch. Die 160 Gräber des ersten solchen Bestattungsfelds auf dem Friedhof Windisch seien mittlerweile beinahe gänzlich besetzt. Wagner sagt:

Gesegnet wurde das Feld mit Weihwasser.

Gesegnet wurde das Feld mit Weihwasser.

Carla Honold
«Im Sommer 2020 haben wir mit den Vorbereitungen für die Gestaltung eines zweiten Grabfelds begonnen.»

Auf dem neuen Grabfeld finden sich bei den Gräberreihen neben zahlreichen Bäumen im Unterschied zum ersten Feld zusätzlich einige Bänke und ein Zeremonienplatz. Zur Einweihung des neuen Urnenplattengrabfelds segnen Ursina Bezzola, Pfarrerin der reformierten Kirchgemeinde Windisch, und Maria Daetwyler, Seelsorgerin des katholischen Kirchenzentrums St. Marien, die Ruhestätte.

«Das Grabfeld soll ein Ort des Friedens werden», meint Daetwyler. Im Beisein der Gemeindevertreter Max Gasser und Heidi Ammon aus Windisch sowie Lothar Eckert aus Habsburg wird das Grabfeld seiner Bestimmung übergeben. Auch Sven Schutzbach, Bereichsleiter Hochbau und Umwelt der Gemeinde Windisch, und Friedhofsgärtner Thomas Bänziger sind vor Ort. Die Administration des Friedhofs, den die Gemeinden Habsburg, Hausen, Mülligen und Windisch nutzen, obliegt der Gemeinde Windisch.

In der Kapazität unterscheiden sich die beiden Urnenplattengrabfelder

Das erste Urnenplattengrabfeld auf dem Friedhof Windisch ist fast vollkommen belegt.

Das erste Urnenplattengrabfeld auf dem Friedhof Windisch ist fast vollkommen belegt.

Carla Honold

«Mit seiner Gestaltung, der Bepflanzung mit unterschiedlichen Blumen, mit Bäumen hat das Grabfeld einen parkähnlichen Charakter», meint Stefan Wagner zum Grabfeld. Es erinnere wenig an einen Friedhof und lade zum Verweilen und Austauschen ein. Er spricht seinen Dank den SKK Landschaftsarchitekten aus Wettingen, die beide Urnenplattengrabfelder gestalteten, aus.

«Das Grabfeld bietet Platz für 245 Gräber», sagt Wagner. Pro Grabplatte können zwei Urnen beigesetzt werden. Rund 100'000 Franken hätte die Umsetzung des neuen Felds gekostet. Wagner fügt an: «Im nächsten Jahr kommen noch die Kosten der Grabplatten hinzu.»

In Windisch kann jeder und jede begraben werden

«Alle, die es wünschen, können hier begraben werden», so Friedhofsgärtner Thomas Bänziger. Auf die Frage, wie lange es dauern wird, bis auch die Plätze des zweiten Urnenplattengrabfelds besetzt sind, antwortet Bänziger:

Auf dem neuen Urnenplattengrabfeld haben 245 Gräber Platz.

Auf dem neuen Urnenplattengrabfeld haben 245 Gräber Platz.

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«Ich schätze zirka zehn Jahre.»

Es sei jedoch sehr schwer dies zu beziffern. «Schliesslich kann man nicht steuern, welche Bestattungsart gewählt wird.» Neben der Beisetzung im Urnenplattengrabfeld können Verstorbene in Windisch auch im Urnenreihengrab und in einer Erdbestattung ihre letzte Ruhe finden.

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