Windisch
«Auf erforderliches Mass»: FDP setzt sich ein für tiefere Abwassergebühren

Die Einwohnerinnen und Einwohner in Windisch sollen entlastet werden, findet die FDP-Fraktion und reicht ein Postulat ein betreffend Reduktion der Abwassergebühren.

Michael Hunziker
Drucken
Teilen
Die FDP-Fraktion befasst sich mit den Abwasser­gebühren.

Die FDP-Fraktion befasst sich mit den Abwasser­gebühren.

Urs Byland

Die Windischer FDP-Fraktion setzt sich für eine «substanzielle» Reduktion der Abwassergebühren ein «auf ein notwendiges und erforderliches Mass». Denn das Vermögen des Eigenwirtschaftsbetriebs Abwasserbeseitigung von rund 14,5 Mio. Franken lasse nur einen Schluss zu: Die heutigen Gebührenansätze lagen und liegen deutlich über denjenigen, die für eine langfristig ausgeglichene Rechnung erforderlich sind und waren, stellt die FDP in ihrem Postulat fest.

Die Fraktion weist in der Begründung darauf hin, dass bei Eigenwirtschaftsbetrieben die Gebühren nur in einem solchen Mass erhoben werden dürfen, um die laufenden Ausgaben und Investitionen zu decken.

Neue Grossinvestitionen sind nicht vorgesehen

Der Finanzplan des Eigenwirtschaftsbetriebs Abwasserbeseitigung zeige, dass die jährlichen Benutzungsgebühren die laufenden Betriebsausgaben um rund 235'000 Franken übersteigen, führt die FDP aus. Weiter sei ersichtlich, dass in den kommenden Jahren bis 2032 einzig die üblichen Sanierungen anstehen. Neue Grossinvestitionen seien nicht vorgesehen. Es könne also festgestellt werden, so die FDP, dass die geplanten Investitionen der kommenden zehn Jahre problemlos mit dem bereits angehäuften Vermögen bezahlt werden könnten.

Kurz: Ein weiterer Bezug von Investitionsmitteln als Teil der Benutzungsgebühren sei daher weder nötig noch erforderlich und angezeigt, fasst die Fraktion zusammen. Die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Windisch hätten damit in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass der Eigenwirtschaftsbetrieb Abwasserbeseitigung eine finanziell sorgenfreie Zukunft habe.

Zukunftsaussicht ist bei vielen nicht sorgenfrei

Viele Einwohnerinnen und Einwohner hätten für sich selber jedoch diese sorgenfreie Zukunftsaussicht nicht, fährt die FDP fort und fügt an:

«Es ist deshalb angezeigt, sie angesichts des grossen Vermögens zu entlasten.»

Insbesondere seien die verbrauchsabhängigen Benutzungsgebühren zu reduzieren, indem mindestens auf die Erhebung eines Investitionsanteils zu verzichten sei. Die aktuelle Benutzungsgebühr pro Kubikmeter Wasserbezug von Fr. 1.90 enthalte rund 40 bis 45 Rappen für Investitionen, rechnet die FDP vor.

Wo möglich und angezeigt, ergänzt die Fraktion, seien auch Entlastungen im Bereich der Anschlussgebühren vorzunehmen, vorzugsweise in Fällen der Erneuerung und Verdichtung bestehender Bauten.

Einwohnerrat Mittwoch, 27. Oktober, 19 Uhr, Mehrzweckhalle Dorf; Mittwoch, 3. November, 19 Uhr, Campussaal.

Aktuelle Nachrichten