Brugg. Projekt Akkord
Wieder ein Mammutprojekt: Baumaschinen dröhnen in Brugg im Akkord

Eben erst wurde der Campus Brugg-Windisch vollendet – schon hält ein weiteres Mammutprojekt die Stadt Brugg in Atem: Akkord. Dieses könnte ob seiner schieren Grösse –es ist in 9 Teil- und 16 Zusatzprojekte gegliedert – Angst einflössen.

Elisabeth Feller
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Lange wurde vom Projekt Akkord gesprochen – jetzt wird es Realität. Noch lassen sich die grossen Dimensionen nur erahnen.

Lange wurde vom Projekt Akkord gesprochen – jetzt wird es Realität. Noch lassen sich die grossen Dimensionen nur erahnen.

ZVG

Zurzeit sind die Vorbereitungsarbeiten zu Akkord voll im Gang, wobei allein schon dafür ein Bauvolumen von 7 Millionen Franken verbaut wird.

Um was geht es bei diesem Projekt? Im Zusammenhang mit dem Neubau des Pflegeheims stehen die Erneuerung und Erweiterung der Wäscherei sowie der Küche an; sodann die Umplatzierung der Werkstätten; ferner bauliche Vorbereitungsmassnahmen für die künftige Demenzstation sowie die Verschiebung des Sauerstofftanks.

Was will das Projekt Akkord?

Das 100 Mio. Franken teure, 2019 beendete Projekt Akkord stammt vom Architekturbüro Fugazza, Steinmann Partner, Wettingen. Das Alterszentrum Brugg wird den Bereich Pflegeheim mit dem benachbarten Pflegeheim am Süssbach vereinigen. Auf dem Gelände des einstigen Bezirksspitals Brugg und des heutigen Pflegeheims am Süssbach wird ein neues Pflegeheim gebaut. Aus dem Pflegeheim des Alterszentrums wird ein Appartementhaus für Alterswohnungen . Die heutige, nicht behindertengerechte Alterssiedlung mit vorwiegend 1-Zimmer-Wohnungen wird durch Neubauten mit 2- und 3-Zimmer-Wohnungen ersetzt. (AZ)

Diese Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum kommenden August. Neugierigen bietet sich derzeit folgendes Bild: An der südöstlichen Ecke des Pflegezentrums fällt ihnen eine grosse Baugrube auf. Bestimmt werden Situationskenner bemerken, dass der Fussweg entlang des Süssbachs etwas eingeengt ist, denn es sind verschiedene Baumaschinen in Aktion.

Kränzchen für die Nachbarschaft

Naturgemäss verlaufen die Arbeiten geräuschvoll. Wie waren die ersten Reaktionen auf die nun Jahre anhaltenden Beeinträchtigungen?

Hans Bürge, Stiftung Gesundheit Region Brugg, windet der Nachbarschaft ein Kränzchen. «Diese ist sehr nachsichtig.» Wirklich betroffen gewesen von den bisherigen Arbeiten sei lediglich eine Abteilung. Alles in allem, so Bürge, dürfe man von einer «guten Situation» sprechen. Bürge führt dies unter anderem auch auf einen Informationsabend im Januar zurück, an dem etwa 80 Anwohner im Pflegezentrum Süssbach auf das Riesenprojekt Akkord eingestimmt wurden.

«Auch die Heimbewohner wissen, dass ein solches Vorhaben nicht ohne Lärm über die Bühne gehen kann», sagt Bürge, «aber es wird auf sie ja sehr Rücksicht genommen» – zum Beispiel mit der anderthalbstündigen Ruhezeit über Mittag. Bürge weiss, wie gross das Interesse am Bau auch bei den Heimbewohnern wird. «Sobald die Arbeiten vorangeschritten sind, werden wir sie zu einer Baustellenführung einladen.»

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