Windisch

Wie weiter mit dem Elektrizitäts- und Wasserwerk in Windisch?

Das Elektrizitäts- und Wasserwerk Windisch (EWW) braucht einen neuen Standort.

Das Elektrizitäts- und Wasserwerk Windisch (EWW) braucht einen neuen Standort.

An der Brackrütistrasse 3 soll ein gemeinsamer Betriebsstandort erstellt werden für das Elektrizitäts- und Wasserwerk sowie das Bauamt. Der Einwohnerrat entscheidet an seiner Sitzung am kommenden Mittwoch über einen Kredit von 540 000 Franken.

Der heutige Betriebsstandort des Elektrizitäts- und Wasserwerks Windisch ist gemäss Gemeinderat baulich erneuerungsbedürftig, technisch veraltet und betrieblich ungenügend ausgestattet.

Und die Lage beim Gemeindehaus im Zentrum von Windisch, umgeben von Wohn- und Dienstleitungsnutzungen, führe zunehmend zu störendem Werkverkehr und – durch Piketteinsätze – unliebsamen Belästigungen ausserhalb der normalen Arbeitszeiten.

Für die Projektierung eines neuen Betriebsstandorts entscheidet der Einwohnerrat an seiner Sitzung am kommenden Mittwoch über einen Kredit von 540 000 Franken.

Synergien können genutzt werden

Drei verschiedene Standorte sind miteinander verglichen worden: Dohlenzelgstrasse, Dägerli, Mülligerstrasse. «In den Testplanungen wurde grob die bauliche, betriebliche und rechtliche Machbarkeit nachgewiesen», führt der Gemeinderat aus.

Als eindeutig bester Betriebsstandort stellte sich derjenige im Dägerli heraus, so die Behörde weiter. Als Argumente genannt werden unter anderem die gute öV-Anbindung und die gute Lage für Betriebsfahrten, die vorhandenen Aussenflächen oder die Synergien mit dem Bauamt.

Die Begleitgruppe schlägt eine Variante vor mit einem separaten Erweiterungsbau für die beheizten Räume. Der Fahrzeugpark ist komplett untergebracht in der umgebauten Werkhalle. Der Zugang für Kunden befindet sich im Nordwesten an der Brackrütistrasse. Geschätzt werden die Kosten für den Bau auf 6,2 Mio. Franken.

Auch Entsorgungsplatz ist Thema

In einem nächsten Schritt gilt es nun ein Vorprojekt und anschliessend ein Bauprojekt auszuarbeiten. Für diese Projektierungsphase wird dem Einwohnerrat ein Projektierungskredit beantragt.

Erst dann folgt der Verpflichtungskredit für den Bau des Betriebsstandorts. Verläuft alles reibungslos, kann die Inbetriebnahme im Sommer 2022 erfolgen. In der Projektdefinition enthalten ist ebenfalls die Ausgestaltung des eingeschränkten Entsorgungsstandorts: Alteisen, Inertstoffe, Altöl und Grüngut.

Nebenbei: Die Rechtsform des Elektrizitäts- und Wasserwerks hat nur einen geringen Einfluss auf das Projekt, stellt der Gemeinderat fest. Je nach Rechtsform werde das Elektrizitäts- und Wasserwerk organisatorisch anders in die Organisation eingebunden.

Zur Erinnerung: Zur Diskussion stand eine gemeindeeigene Aktiengesellschaft, es kam zur Referendumsabstimmung. An der Urne haben die Stimmberechtigten die geplante Rechtsformänderung am 4. März allerdings klar abgelehnt.

Einwohnerrat Mittwoch, 21. März, 19 Uhr, Gemeindesaal, Gemeindehaus 8. Stock.

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