Das Hilfswerk Caritas Aargau stellt sich in inszenierten Stadtrundgängen den kritischen Fragen rund um das Thema Armut. In Brugg findet der kostenlose öffentliche Anlass am Dienstag, 25. Juni, statt. «Eine Mehrheit im kantonalen Parlament findet, dass der Grundbedarf der Sozialhilfe um 30 Prozent gekürzt werden soll», hält Caritas in einer Medienmitteilung fest. «Nur integrationswillige, motivierte und engagierte Personen sollen eine Motivationsentschädigung erhalten, die der heutigen Sozialhilfe entspräche.»

Aber: «Was bedeutet es, am Existenzminimum zu leben, und wie viel Geld hat man dann zur Verfügung?», fragt das Hilfswerk. «Wer fällt durch alle Maschen und welche strukturellen Gegebenheiten sind dafür verantwortlich? Welche Handlungsmöglichkeiten haben armutsbetroffene Menschen und Familien?» Um die Auseinandersetzung zu fördern, hat Caritas Aargau zusammen mit dem Theaterfachmann Hannes Leo Meier Geschichten entwickelt, die aus dem Alltag von Menschen erzählen, die am Rande der Gesellschaft leben. Sozialarbeitende vermitteln Fakten und Hintergründe.

Unterstützt wird das Projekt durch Laienschauspieler, die das Publikum herausfordern und die einen Einblick in den Alltag und in die Erfahrungswelt von armutsbetroffenen Menschen geben. Bei der Produktion arbeitet Caritas Aargau mit den Kirchlichen Regionalen Sozialdiensten im Aargau zusammen. Die Rundgänge dauern zirka 90 Minuten. (az)

Stadtrundgang zum Thema Armut in Brugg am Dienstag, 25. Juni, 18.30 Uhr; Treffpunkt Kath. Kirche; eine Anmeldung ist erwünscht bei Luzia Capanni, lc@caritas-aargau.ch, 062 822 90 10.