Hausen/Lupfig

Wichtige Meilensteine auf dem Reichholdareal: Hier sollen bis zu 1800 Arbeitsplätze entstehen

Auf dem rund 75000 Quadratmeter grossen Reichholdareal ist die Altlastensanierung mittlerweile abgeschlossen worden.

Auf dem rund 75000 Quadratmeter grossen Reichholdareal ist die Altlastensanierung mittlerweile abgeschlossen worden.

Für das heute überwiegend brachliegende Reichholdareal zwischen Hausen und Lupfig wird 2021 das Gestaltungsplanverfahren gestartet.

Die Altlastensanierung ist erfolgreich abgeschlossen, die Suche nach künftigen Nutzern läuft: Auf dem Reichholdareal zwischen Lupfig und Hausen sind einige Meilensteine erreicht worden, sagte Alex Römer, Arealentwickler bei der Grundeigentümerin Hiag Immobilien. Am Mittwochabend ist er an einer Informationsveranstaltung in Hausen auf den Stand der Arbeiten eingegangen zusammen mit: Manuel Basler, Ingenieur beim Büro Steinmann; Klaus Reuter, Projektleiter Altlasten bei der Ecosens AG; Martin Eggenberger, Architekt beim Büro Planteam. Rund 80 Interessierte waren anwesend in der Mehrzweckhalle.

Auf der derzeit über­wiegend brachliegenden, rund 75000 Quadratmeter grossen Fläche sollen dereinst 1400 bis 1800 Arbeitsplätze entstehen, sagte Arealentwickler Römer. Die Hiag hat das Gelände, auf dem sich früher ein Zementwerk und später Chemiewerke befanden, im 2012 übernommen. 2014 wurde ein Masterplan unterzeichnet, in dem die Grundsätze zur Arealentwicklung festgehalten sind. Darauf erfolgte der Startschuss für die Neuansiedlung von Unter­nehmen.

Das Interesse potenzieller Nutzer nimmt spürbar zu

Es sei viel passiert im Hintergrund, stellte Römer fest. Das Interesse potenzieller Nutzer nehme nun spürbar zu. Der Gestaltungsplan sei ein wichtiger Schritt, um Rechtssicherheit zu erhalten.

Das Mitwirkungsverfahren wird im kommenden Jahr gestartet. Auf dem Baufeld entlang der Hauptstrasse sollen repräsentative Bauten erstellt werden, dahinter kommen die grösseren, gewerblichen Bauten zu stehen. Zulässig sind nicht störende und mässig störende Betriebsnutzungen, zeigte Martin Eggenberger auf. Erlaubt sind auch Datacenter, Hotelnutzungen oder der Verkauf von Gütern des täglichen Bedarfs mit einer Nettoladenfläche von maximal 500 Quadratmetern – um die Dorfzentren nicht zu konkurrenzieren. Nicht zulässig sind dagegen reine Lagerbauten, Verteil- und Logistikzentren oder publikumsintensive Einrichtungen.

Realisiert werden auf dem Gelände ebenfalls grosszügige Grünräume mit Bäumen oder Hecken – ein breiter Streifen dient als sogenannter Trittstein für Wildtiere – sowie Freiräume. Eggenberger sprach von einem Park im Innern.

Die Seebli-Kreuzung stösst an Kapazitätsgrenzen

Eine der Massnahmen, um die Bebaubarkeit herbeizuführen, ist die Erschliessung. Konkret vorgesehen sind an der Hauptstrasse: ein Anschluss Nord mit Lichtsignal sowie einem Signal «Rechtsabbiegen» Richtung Autobahn; ein Anschluss Süd; eine Lastwagen-Wegfahrt Süd mit Signal «Rechtsabbiegen» Richtung Autobahn. Bestandteile des Konzepts sind weiter eine neue Bushaltestelle sowie attraktive Wege für Fussgänger und Velofahrer. Der Radweg entlang des Süssbachs soll fortgesetzt werden nach Lupfig.

In der Fragerunde kam die Rede auf die Seebli-Kreuzung, die an Grenzen stösst. Richard Plüss, Gemeindeammann in Lupfig, verwies auf zwei Projekte, die derzeit parallel ausgearbeitet werden: Das eine hat die Kapazitätserweiterung der Seebli-Kreuzung zum Ziel, das andere die Radwegverbindung auf der Ostseite der Bahnlinie mit einem direkten Anschluss an den Bahnhof Lupfig.

Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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