Brugg

Wer «Sibil.la» sehen will, muss sich beeilen

Die Skulpturen der Zurzibieter Künstlerin Gillian White bestimmen aktuell das Bühnenbild in der Klosterkirche Königsfelden.

Die Skulpturen der Zurzibieter Künstlerin Gillian White bestimmen aktuell das Bühnenbild in der Klosterkirche Königsfelden.

Brigitta Luisa Merki, die künstlerische Leiterin von Tanz & Kunst Königsfelden, zieht Bilanz – und sagt, wie es weitergeht.

Nur noch viermal bis zu diesem Samstag wird die Tanz- und Musikproduktion «Sibil.la» in der Klosterkirche Königsfelden aufgeführt. Diese Kreation für ein internationales Tanzensemble mit elf zeitgenössischen Tänzerinnen und Tänzern, dem Musikensemble Chaarts aus dem Kanton Aargau sowie den beiden Sängerinnen Irina Ungureanu und Karima Nayt wurde am 20. Mai in Windisch uraufgeführt. Die az hat bei der künstlerischen Leiterin von Tanz & Kunst Königsfelden, Brigitta Luisa Merki, nachgefragt, wie es läuft und wie ihre Pläne fürs nächste Jahr aussehen.

Frau Merki, wie ist «Sibil.la» bisher beim Publikum angekommen?

Brigitta Luisa Merki: Die Produktion wird von den Zuschauern als stimmungsvolles und berührendes Gesamtkunstwerk gelobt. Die Begeisterung für die tänzerische Ausdruckskraft, die Präzision und die hohe Qualität der musikalischen Interpretation von den Chaarts und der grossartigen Sängerin Irina Ungureanu manifestiert sich jeden Abend in tobendem Applaus und Standing Ovations.

Eine schöne Belohnung für Sie?

Nicht nur. Diese frenetische Publikumsreaktion freut mich insbesondere auch für das zeitgenössische Choreografenteam Arantxa Sagardoy und Alfredo Bravo, das den Zuschauern noch gänzlich unbekannt war.

Wie gross ist die Publikumsnachfrage für «Sibil.la – Tanzgesänge»?

Die Vorstellungen sind gut besucht, aber nicht ausverkauft. Es gibt also noch Karten für die Aufführungen bis zum 20. Juni. Wir hoffen, dass das Publikum die letzte Gelegenheit wahrnimmt, die Vorstellung zu sehen.

Wird diese Produktion nicht noch an einem anderen Ort aufgeführt?

Nein, dieses Gesamtkunstwerk wird keine Wiederholung finden.

Alles in allem ziehen Sie also eine positive Zwischenbilanz?

Ja, ich bin sehr glücklich mit der diesjährigen Inszenierung von Tanz & Kunst Königsfelden. Wir haben das Tor mutig geöffnet für eine innovative, zeitgenössische Tanzsprache im Dialog mit klassischer Musik. Und unser treues Publikum hat sich als neugierig und offen für künstlerisch Neues gezeigt. Die Reaktionen von Presse und Publikum sind bisher durchweg positiv. Wir haben auch viele ausserkantonale Besucher und Schülergruppen empfangen. Einmal mehr offenbart sich die Klosterkirche Königsfelden dem Publikum als Ort intensiver künstlerischer Bereicherung.

Was passiert mit dem imposanten Bühnenbild von Gillian White?

Die Metallskulpturen stehen nach Abschluss der Aufführungen frei zum Verkauf. Wer Interesse hat an einer oder mehreren dieser Bühnenskulpturen, kann sich bei uns melden. Die sibyllinischen Frauenprofile können leicht im Freien oder auch in einem Innenraum verankert oder freistehend aufgestellt werden. Mit Sicherheit bringen sie dem Besitzer prophetisches Glück!

Glück brachte das pädagogische Projekt von Tanz & Kunst Königsfelden letztes Jahr auch den Schülern aus Neuenhof. Aus der damaligen Produktion «Babel.torre» wurde «Babel.überall», was die Schüler begeisterte. Ist nächstes Jahr etwas Ähnliches mit «Sibil.la» geplant?

Nein, das kommende pädagogische Projekt, das auf Mai 2016 geplant ist, wird keinen inhaltlichen Bezug zur diesjährigen Inszenierung «Sibil.la» haben. Unter dem Motto «Gross und klein» werden Gegensätze und Beweglichkeit in vielen Formen und Farben zum Thema gemacht. Mehr möchte ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht verraten.

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