Kürzlich sorgte er mit einem Fallschirmsprung für grosses Aufsehen: SP-Politiker Martin Brügger löste ein Versprechen gegenüber Regierungsrat Stephan Attiger ein und brachte zum Spatenstich für die neuen Fuss- und Velobrücken zwischen Auenstein und Rupperswil per Fallschirm eine Aargauer Fahne und einen kleinen Spaten mit. Allerdings landete Brügger weit nach dem offiziellen Spatenstich, was die Aktion aber nicht zu beeinträchtigen vermochte.

Weniger auffällig ist Martin Brügger in seiner Art zu politisieren. Er ist weder polemisch noch setzt er sich für Themen nur wegen deren Popularität ein, noch ist er ein Polteri. Der 60-Jährige ist sich nicht zu schade, Sachthemen anzupacken, die in der grossen Öffentlichkeit kaum beachtet werden, aber dennoch ihre Wichtigkeit haben. Seine Themen sind auf der politischen Agenda in der letzten Zeit allerdings nach oben gerutscht. Das betrifft vor allem den Umweltschutz.

Der Weltverbesserer

Ob als Einwohnerrat, Grossrat oder als möglicher Nationalrat für die SP: Martin Brügger will sich für die Menschen und die Umwelt einsetzen sowie für ein tiefes Demokratieverständnis. Als Ingenieur wisse er, welche Bedeutung Arbeit, Leistung, Energie und soziale Sicherheit innerhalb ökonomischer Systeme habe und was der Werkplatz für Voraussetzungen brauche, um im Wettbewerb bestehen zu können, sagt er. «Ich kenne den Arbeitsmarkt der Schweiz sehr gut. Ich bin standfest und scheue Auseinandersetzungen nicht. Wir dürfen die Umwelt und unser Land für unsere kommenden Generationen nicht zerstören.» Sozialwerke, gute Bildung, Innovation, Sicherheit, Kooperation, Tradition und Kultur gehörten zur Schweiz wie Berge, Käse und Milch. Das alles gebe es aber nicht gratis. «Dafür will ich mich engagieren», verspricht Brügger.

Brügger bezeichnet sich selber als einen politischen Menschen. Er will mitgestalten und «die Welt verbessern», wie er sagt. Mit der Welt meint er auch das Quartier und die Region. National will er sich ebenfalls engagieren. Dort, wo Lösungen und Korrekturen verlangt sind – «und das ist fast überall», sagt er. «Es ist erschreckend, mit wie wenig Umsicht teilweise politisiert wird. Verantwortung und politische Arbeit übernehmen zu wollen, gehört dazu, sonst bleibt man ‹Stammtischpolitiker›.»

Brügger ist überzeugt davon, dass er «ganz unbescheiden» das Gefühl habe, gute, engagierte (Sach-)Politik zu machen und die Werte eines guten Teils der Bevölkerung zu vertreten. Er bezeichnet sich als unbequem, wo nötig, sowie als erfahren. Er nennt seine Mandate im Einwohnerrat Brugg und im Grossrat. «Ich bin vielseitig, pragmatisch und gut vernetzt. National hat es viele Themen, die anzugehen sind.» Er politisiere einfach gerne.

Der ehemalige Fallschirmgrenadier, der sich nicht in die «links-verträumte Ecke» stellen lassen will und sich selbst augenzwinkernd als «besten Soldaten der Schweiz» bezeichnet, beurteilt seine Wahlchancen als intakt, obwohl er mit Listenplatz 14 das Feld von hinten aufrollen muss. «Wie der FC Aarau», scherzt Brügger. Er trete unter dem Motto «Mission B* – Brügger nach Bern!» an.

Mit Leidenschaft und Energie

Wählen soll man ihn, «weil ich schlichtweg ein guter, vielseitiger – vielleicht der beste – Kandidat bin; weil ich mich für bessere Lösungen hartnäckig einsetze», sagt er. Er setze sich mit Herzblut und Leidenschaft, Energie und Engagement ein, politisiere mutig, aber auch kompromissbereit und vor allem lösungsorientiert.

Martin Brügger ist Ingenieur HTL, verheiratet sowie Vater von drei erwachsenen Kindern. Als Grossrat nimmt er Einsitz in die Kommission Umwelt, Bau, Verkehr, Raumplanung (UBV). Im Einwohnerrat Brugg ist er Co-Fraktionspräsident und Mitglied der Landschaftskommission. Zudem war er in der Eidgenössischen Zivildienstkommission tätig. Martin Brügger ist gerne in der Natur unterwegs, als (OL-)Läufer oder für einen gelegentlichen Fallschirmsprung. Auch der Kultur, der Kulinarik und dem Fotografieren frönt er in seiner freien Zeit gerne.