Lupfig

Wenn es dunkel wird, muss das Schulareal verlassen werden

Das grosszügige Schulareal in Lupfig.  Walter Schwager

Das grosszügige Schulareal in Lupfig. Walter Schwager

Zerstörung, Littering, Lärm: Der Gemeinderat erlässt strikte Nutzungsbeschränkungen für das Schulareal. Neu gilt ein allgemeines Fahrverbot und es darf sich nur bis zum Einbruch der Dunkelheit auf dem Areal aufgehalten werden.

Der Lupfiger Gemeinderat «hatte genug»: Bäume und Schulgeräte, die ausgerissen worden waren – dieses Bild der Verwüstung bot sich der Behörde nach der Halloween-Nacht auf der Schulanlage. «Diese Zerstörungen haben das Fass zum Überlaufen gebracht», sagt Gemeinderat Antonino Vecchio (Ressort Liegenschaften, öffentliche Gebäude und Sicherheit).

Die Gemeinde Lupfig kämpft seit langem auf ihrer, von der Bevölkerung auch gerne als Durchgang benutzten Schulanlage gegen Littering (Abfall), Zerstörung und Lärm.

Anfangen hatten die Probleme laut Vecchio vor fünf Jahren, «als sich Bewohner des Asylantenheims Birr mit Jugendlichen» auf dem Schulareal trafen. Dabei hätten mutwillige Zerstörung, Alkohol und Drogen zunehmend eine Rolle gespielt, sodass dies schliesslich eine «explosive Mischung ergab – die Schulanlage ist so zu einem Hotspot im Eigenamt geworden».

Vecchio schildert, was Lehrpersonen sowie Schüler jeweilen vornehmlich am Montag angetroffen haben: Beschädigungen an Schuleinrichtungen, Abfall und Graffiti. Von «einem unzumutbaren Bild und grossen Aufräumarbeiten» spricht Vecchio, aber auch davon, dass es zu diesen Zerstörungen vorzugsweise in der Nacht gekommen sei: «Dieser Umstand macht eine Kontrolle schwierig.»

Als sich die Beschwerden häuften und die Zerstörung ihren traurigen Höhepunkt in der Halloween-Nacht erreicht hatte, beschloss der Gemeinderat, der Verrohung Einhalt zu gebieten.

Wegweisung nach 21 Uhr

Nun hat er strenge Nutzungsvorschriften für das Schulareal erlassen. So gilt für dieses ein allgemeines Fahrverbot, zudem darf das Areal ausserhalb der Schulzeiten nur bis zum Einbruch der Dunkelheit, längstens bis 21 Uhr, als allgemein zugänglicher Spiel- und Aufenthaltsplatz von Kindern und Erwachsenen benützt werden. Von 12 bis 13 Uhr ist sodann eine Mittagsruhe einzuhalten. «Ausgenommen davon sind der Schul- und Vereinsbetrieb sowie Veranstaltungen, die vom Gemeinderat bewilligt werden», sagt Vecchio.

Wer sich nach 21 Uhr auf dem Areal aufhält, wird vom Platz gewiesen. «Jetzt», sagt Vecchio, «haben wir auch eine Handhabe, um Personalien aufzunehmen und weiterzuverfolgen.» Auch Littering soll es nicht mehr geben: Durch Benutzer verursachte Verschmutzungen müssen vor dem Verlassen des Platzes beseitigt werden. Die Kontrolle dieser Vorschriften obliegt den vom Gemeinderat bestimmten Personen und der Regionalpolizei. Fehlbare können laut Vecchio verzeigt und mit bis zu 300 Franken Busse bestraft werden. Nächste Woche werden nun Verbotstafeln aufgestellt.

Meistgesehen

Artboard 1