«Es waren einmal vier Kinder, die bei ihrem Grossvater lebten», liest Erzählerin Martina Jost vor. Sie heissen Thomas, Katharina, Martina und Rebekka und stossen auf dem Dachboden des Hauses auf ein Glas mit Pilzen, einen Ring und ein magisches Buch. Dieses Buch leuchtet sonderbar blau und ein starker Sog zieht die Kinder sogleich hinein. Ihre märchenhafte Reise beginnt.

Diese Filmszene machte einerseits im Internet auf das Konzert «Märliwelt» der Stadtmusik Brugg und Musikgesellschaft Riniken aufmerksam, andererseits wird damit das Publikum am Samstag in der Turnhalle Lee in Riniken sofort in eine fantasiereiche Märchenwelt versetzt.

Ein eingespieltes Team

Schon der Märchenwald im Foyer sowie die mit Moos, Pilzen – Erdbeeren auf Holzspiessen – und hölzernen Teelichtern dekorierten Tische versprechen einen sinnlichen Abend.

Die 40 Musikerinnen und Musiker der Stadtmusik Brugg und der Musikgesellschaft Riniken zeigen vom ersten Takt an, dass sie ein eingespieltes Team sind. Dirigiert werden sie dabei von Rafal Jastrzebski. Und das sechsköpfige Kreativteam mit Martina Graf, Katharina und Rebekka Liefert, Manuela Horlacher, Thomas Pfister und David Ambühl hat im Vorfeld einen Film gedreht und sich zu allen Stücken des Konzertabends eine Geschichte ausgedacht. An jedem märchenhaften Ort müssen die Kinder Abenteuer bestehen.

Ihre Reise beginnt in einem Wald mit grossen Pilzen und anschliessend tauchen sie in die Mysterien der Welt von Atlantis ein. Dafür verwandeln sich die Präsidentin Karin Horlacher (Riniken) und der Präsident Walter Telser (Brugg) sogar in Fische und das Orchester holt bei «The Mystery of Atlantis» alles aus den Instrumenten heraus, um die Kraft des Wassers spürbar zu machen. Weiter geht es federleicht zu Indianern, die aber die Kinder fesseln, und anschliessend zu Peter Pan ins Nimmerland, in dem eine Fee über die Musiker hinwegfliegt. Als dann eine Decke zu einem fliegenden Teppich wird, kommt Aladin mit seiner Wunderlampe daher.

Auch Harry Potter fehlt nicht

Auch Harry Potter darf bei einem modernen Märchen- und Fantasieabend nicht fehlen. Martina träumt auf ihrer Reise von einem Selfie mit dem Magier. Aber als sie dann per Expresszug am Schwanensee eintrifft, wird sie in einen Schwan verwandelt.

Zum Schluss stossen die Kinder bei «The Beauty and the Beast» auf eine Bestie, die sie gefangen nimmt. Aber wie immer im Märchen wird alles gut: Die Kinder können sich befreien und der Zauber rund um Martina, Rebekka und den Ring löst sich auf. Ob das Publikum allerdings inzwischen aus dem märchenhaften Traum erwacht ist?