Windisch
Weniger, als vorgesehen, aber trotzdem klar mehr Lohn für Gemeinderat Windisch

Der Windischer Gemeinderat erhält in der kommenden Amtsperiode mehr Lohn. Zwar nicht ganz soviel, wie ursprünglich geplant. Aber insgesamt doch 55000 Franken mehr als heute. Das Geschäft hat am Mittwochabend zu einer lebhaften Diskussion geführt.

Michael Hunziker
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In der kommenden Amtsperiode darf der Gemeinderat mit einer höheren Entschädigung rechnen.

In der kommenden Amtsperiode darf der Gemeinderat mit einer höheren Entschädigung rechnen.

Emanuel Per Freudiger

«Wir haben uns schwer getan mit einer Einigung», sagte der Windischer Gemeinderat Karsten Bugmann. Er tritt auf Ende der laufenden Amtsperiode zurück und befasste sich mit den Entschädigungen für den Gemeinderat.

Bugmann wies an der Sitzung des Einwohnerrats am Mittwochabend auf die respektable Grösse der Gemeinde und das enorme Entwicklungspotenzial hin. Ebenfalls machte er auf die hohen Anforderungen und die hohe zeitliche Belastung für die Behördenvertreter aufmerksam.

Grössenordnung umstritten

Wäre es nach dem Gemeinderat gegangen, hätte der Gemeindeammann in Zukunft 126 000 Franken erhalten (heute 72 000 Franken), der Vizeammann 56 000 Franken (heute 40 000 Franken), die Gemeinderäte je 49 000 Franken (heute 32 0000 Franken).

Dass von den Gemeinderäten viel verlangt wird, darüber waren sich die 32 anwesenden Einwohnerräte einig. Auch, dass eine Erhöhung der Entschädigung gerechtfertigt sei. Die Grössenordnung allerdings war umstritten.

Ehrenamtlich oder nicht

Heiko Loretan stellte sich im Namen der CVP auf den Standpunkt, dass auch in Zukunft nicht gänzlich auf einen ehrenamtlichen, unbesoldeten Anteil verzichtet werden soll. Er stellte den Antrag, die Gemeinderäte seien mit insgesamt 263 000 Franken zu entschädigen (Gemeindeammann 101 000 Franken; Vizeammann 45 000 Franken; Gemeinderäte je 39 000 Franken).

Ähnliche Überlegungen stellten die anderen Parteien an. Pia Stammler SP, bezeichnete den Verzicht auf den ehrenamtlichen Anteil als fragwürdig.

Philipp Umbricht, FDP, störte sich indes nicht an der Gesamtsumme. Er forderte aber, dass Nebenbeschäftigungen nicht zusätzlich abgegolten werden dürfen. Die Rede war von Einsätzen der Gemeinderäte, die von Amtes wegen erfolgen – beispielsweise in Verwaltungs- und Stiftungsräten.

CVP-Antrag obenaus

Nach einer lebhaften Debatte kam es zu verschiedenen Anträgen, die einander gegenüber gestellt wurden. Es obsiegte derjenige der CVP und das Geschäft wurde schliesslich klar mit 21 zu 3 Stimmen angenommen.

Ebenfalls – mit 20 zu 10 Stimmen – gutgeheissen hat der Rat die Kompetenzsumme von 20 000 Franken. Diese steht dem Gemeinderat für ausserordentlichen Zeitaufwand zur Verfügung und kann in eigener Kompetenz ausgeschüttet werden.

Keine Chance hatte das Ansinnen der SVP. Sie forderte, der Beschluss sei den Stimmberechtigten in einer Volksabstimmung zu unterbreiten. Dieser Antrag wurde mit 3 gegen 24 Stimmen abgelehnt.