Windisch
Weiterbildung ist wichtig für Zukunft und Region

Die IG Fachhochschule hat ihr Ziel erreicht – der Campus ist im Bau. An der GV vom Dienstagabend zeigte sich aber auch: Der Campus eröffnet Chancen, die es nun zu packen gilt.

Katrina Moser
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Er wächst in die Höhe: Mit dem neuen Campus tun sich für die Region viele Chancen auf

Er wächst in die Höhe: Mit dem neuen Campus tun sich für die Region viele Chancen auf

Das Hauptinteresse der IG Fachhochschule ist in den Statuten festgehalten: den Standort der Fachhochschule nach Brugg-Windisch bringen. Die glanzvolle Krönung dieses Ziels war das «Ja zum Campus» im letzten Jahr. Kein Wunder stand an der Generalversammlung die Frage im Raum, welche Daseinsberechtigung der Verein jetzt noch hat. Der geladene Gast, Professorin Pia Hirt Monico lieferte in ihrem Vortrag im Anschluss an die Versammlung weiteren Diskussionsstoff zu dieser Frage.

Als Leiterin des Instituts Weiterbildung und Beratung der Pädagogischen Hochschule FHNW lag der Titel ihres Gastvortrages nahe: «Weiterbildung bringt Mehrwert» lautete der und zeigte Chancen auf, die der Standort der FHNW in Brugg-Windisch mit sich bringt.

33000 Weiterbildende

Die Bedeutung von Weiterbildungen steigt durch wachsende berufliche Anforderungen. War es bis vor Kurzem noch möglich, den gelernten Beruf bis zur Pensionierung auszuüben, sind heute die Beschäftigungsverhältnisse weniger stabil. Drei bis vier Wechsel während des Berufslebens sind zur Regel geworden. 50 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer bilden sich regelmässig weiter.

Auch die Zahl der Teilnehmer an Weiterbildungen der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz ist beachtlich: 33000 Teilnehmer werden künftig eine Weiterbildung in den Räumen der Fachhochschule in Brugg-Windisch besuchen – allein an der Hochschule für Pädagogik.

Pia Hirt Monico wies auf die Chancen hin, die sich auftun für die Region: In Brugg-Windisch würde eine Hochschule mit hervorragenden Kompetenzen entstehen, die zum Anziehungsort für Berufsleute werde. Hirt Monico weiss: Erwachsene, die eine zweitägige Weiterbildung besuchen, wünschen sich in der Regel eine etwas gehobenere Übernachtungsmöglichkeit.

So würden die Teilnehmer zurzeit mehrheitlich in Solothurn übernachten, weil die Hotellerie dort ihren Ansprüchen besser entsprechen würde. Eine Studie ihres Institutes zeige aber auch: Erwachsene stellen andere Ansprüche als Studierende an einen Lernort. Diese verschiedenen Ansprüche könnten bei der Gestaltung der neuen Bibliothek berücksichtigt werden.

Es biete sich hier die Möglichkeit, einen Lernort zu schaffen, der die Ansprüche der Berufsleute und Studierenden vereint. Eine dritte Chance sieht Hirt Monico darin, dass der Campus zum Austauschort werden könnte zwischen den Leuten aus der Region und denjenigen, die künftig für ihre Bildung nach Brugg-Windisch pendeln werden. Chancen, die dank dem Campusbau gepackt werden können.